Ursachen von Ureaplasma

Ureaplasma hat den Ruf einer sehr ansteckenden Geschlechtskrankheit, die sich selbst in Europa noch immer halten und weiter verbreiten kann. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Ursachen, die am Ende für eine Ansteckung verantwortlich ist. Experten sind der Meinung, dass vor allem die lange Inkubationszeit der Erreger, sowie der häufig symptomfreie Verlauf der Krankheit, im wesentlichen Teil dafür verantwortlich sind.

In Bezug auf Ureaplasma zeigt sich schnell, dass die Bakterien vor allem dann sehr schnell von Mensch zu Mensch wandern können, wenn die vorhandene Infizierung gar nicht bemerkt wurde. Infizierte Menschen stecken also häufig aus purer Unwissenheit andere Personen mit dem Erreger an.

ureaplasma-ursachen

Inkubationszeit und Ausbreitung

Gleichzeitig dauert es nach einer Ansteckung 10 bis 14 Tage, bis es tatsächlich zu einer Ausbildung von Symptomen kommen kann. Während dieser Zeit ist es aber zumindest möglich, andere Personen mit dem Virus zu infizieren. Ganz unwissentlich ist es deshalb sehr oft möglich, dass manche Person andere mit den Bakterien in Berührung bringt. Vor allem dies ist eine der Tücken der Krankheit, die sich eigentlich in Verbindung mit den passenden Medikamenten relativ schnell besiegen und in die Schranken weisen lässt.

Dabei gibt es in Bezug auf Ureaplasma ganz unterschiedliche Wege, auf denen es zu einer Ansteckung und Infizierung mit den Bakterien kommen kann.

  • Ansteckung durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Tröpfcheninfektion
  • Ansteckung über die Luft

Die Ansteckung beim Geschlechtsverkehr

Wer sich nun weit hinein in den Bereich der Wissenschaften begeben möchte, der wird schnell herausfinden, dass diese Ureaplasma genau deswegen nicht als eine reine Geschlechtskrankheit anerkennen. Zwar ist beim Geschlechtsverkehr die Gefahr der Ansteckung noch immer am höchsten, doch zumindest in der Theorie ist es möglich, dass die Erreger auch über andere Schleimhäute in das Innere des Körpers gelangen.

Gerade dies macht es auch in Bezug auf die Diagnose so schwierig, direkt eine richtige Entscheidung zu treffen. Denn in sehr vielen Fällen ist es einfach nicht mehr möglich, den Zeitpunkt der Ansteckung genau ausfindig zu machen. Wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung am Ende des Tages tatsächlich ist, können die verschiedenen Schätzungen von Experten sehr deutlich belegen.

So wird heute davon ausgegangen, dass zumindest 70 Prozent der sexuell aktiven Männer und Frauen zumindest einmal im Leben mit den Erregern infiziert werden. Die Rate der Fälle, in denen dies tatsächlich Konsequenzen oder sogar ernsthafte langfristige Folgen wie die Unfruchtbarkeit nach sich ziehen würde, ist aber in der Praxis deutlich geringer. Bei vielen Personen bleibt auch hier die Infektion einfach ganz und gar unentdeckt, sodass die entsprechenden Menschen es erst gar nicht mehr erkennen.

Besondere Risikogruppen

Auf der anderen Seite gibt es in Bezug auf Ureaplasma einige Risikofaktoren, die in der Hinsicht auf jeden Fall mit in eine solche Betrachtung einbezogen werden sollten. Hier ist zum Beispiel von häufig wechselnden Sexualpartnern die Rede, wodurch sich die Gefahr der Ansteckung ganz beträchtlich erhöht. Dies erkennt man auch daran, dass es in Deutschland in etwa nur ein Viertel der sexuell aktiven Männer und Frauen ist, das nie mit den Erregern selbst in Kontakt kommt.

Dabei kann bereits die Verwendung von einem Kondom helfen, die Gefahr der Ansteckung sehr deutlich zu reduzieren. Auf der anderen Seite lässt sich die Infizierung selbst aber in keinem Fall wirklich zu 100 Prozent ausschließen.

Dies liegt vor allen Dingen daran, dass man selbst durch einen normalen menschlichen Kontakt in der Öffentlichkeit der Gefahr ausgesetzt wird, in direkten Kontakt mit den Erregern zu kommen. Dazu muss man aber erkennen, dass das Risiko der Ansteckung auf diesem Wege an sich nicht sonderlich hoch ist, weshalb darauf nicht der Fokus gesetzt werden sollte.

Die Wege der Ansteckung

Bei der Ansteckung selbst benötigt es nichts weiter als den Zugang zu einer Schleimhaut. Denn nur an diesen Stellen des Körpers ist es für die Bakterien möglich, ins Innere zu gelangen. Dabei ist es falsch, dass Ureaplasma selbst durch das bloße Küssen übertragen werden kann. Denn hier sorgen verschiedene Einrichtungen des Körpers, wie zum Beispiel der Speichel und auch der Magensaft dafür, dass die Bakterien selbst schon abgetötet werden, bevor sie überhaupt die Möglichkeit gehabt haben, ernsthaften Schaden innerhalb des Körpers anzurichten.

Doch zumindest in der Theorie ist es auch möglich, dass die Bakterien bei direktem Kontakt selbst über kleine Schnittwunden und für uns unsichtbare Risse in der Haut in den Körper gelangen. Alles in allem muss man tatsächlich erkennen, dass diese Faktoren eben einen sehr großen Einfluss darauf haben, ob es am Ende zu einer Ansteckung mit den Erregern kommt.


 

Fazit

Da die Vorbeugung gegen die Ansteckung eben kaum möglich ist, sollte man sich eher darauf fokussieren, das Ureaplasma so schnell als möglich identifizieren zu können. So hilft zwar der Gebrauch von Kondomen dabei, hier das Risiko zu minimieren, doch aufgrund der diversen Möglichkeiten der Ansteckung ist die Gefahr der Ansteckung dann noch immer vorhanden. Die Behandlung kann dagegen bereits nach kurzer Zeit wahre Erfolge nach sich ziehen, vorausgesetzt, das Ureaplasma wird so schnell wie möglich erkannt.

Dies liegt vor allem daran, dass sich während der ersten akuten Phase noch sehr viel gegen die Bakterien unternehmen lässt.

In Verbindung mit der richtigen Behandlung dauert es in den meisten Fällen eben nur in etwa zehn Tage, bis die Erreger aus dem Körper verschwunden sind. Die oft von Schmerzen begleiteten Symptome klingen dagegen gar nach wenigen Tagen vollends ab.

Ureaplasma Themen: