Symptome von Ureaplasma

Bei Krankheiten wie zum Beispiel dem Ureaplasma ist es natürlich immer von Bedeutung, sie so schnell wie möglich zu entdecken und zu diagnostizieren. Oft bestehen nämlich gerade zu dieser Zeit noch die größten Chancen, mit der darauffolgenden Behandlung erfolgreich zu sein. Ein Blick auf die so typischen Symptome kann daher helfen, um das Krankheitsbild nach der Ansteckung so schnell als möglich selbst entdecken und zuordnen zu können.

Häufig kommt es dabei nach der Ansteckung nicht direkt zu einer Ausbildung von Symptomen, was dementsprechend als ein klarer Nachteil gewertet werden kann.

Am Ende ist es also gewissermaßen eine Verkettung von unterschiedlichen Faktoren, die zu einer zutreffenden Diagnose der Geschlechtskrankheit führen kann.

ureaplasma-symptome

Die Crux der Ureaplasma Infektion

Leider muss man dabei direkt zu Beginn erkennen, dass es eben nicht in jedem Fall überhaupt zur Ausbildung von Symptomen kommt. Zwar sind hier die Ureaplasma-Bakterien dennoch im Körper vorhanden, doch dieser reagiert einfach nicht darauf. Gerade in diesem Fall gibt es nun die Gefahr, dass die infizierte Person aufgrund der Unwissenheit noch andere Personen mit den Bakterien infiziert.

Von Beginn an muss man also leider davon ausgehen, dass es bei jeder zweiten Frau also gar keine Symptome gibt, die man hätte erkennen können. Das Ausbleiben von Symptomen schützt dabei aber leider nicht vor dem Auftreten von langfristigen Folgen der Infektion.

Oft kann die Ansteckung Jahre später nur noch dadurch entdeckt werden, dass sich der gesamte Genitaltrakt entzündet. Zu diesem späten Zeitpunkt, der mehrere Jahre von der Zeit der Ansteckung differieren kann, lässt sich aber oftmals keine direkte Kausalität mehr zwischen den verschiedenen Ereignissen herstellen. In der Folge werten die Patientinnen diese Symptome selbst nur als eine normale Entzündungsreaktion des Körpers.

Des Weiteren gibt es auch bei Männern einen gewissen Anteil, welcher nach der Ansteckung mit den Bakterien keine Symptome entwickelt. Die wirklich einzige Möglichkeit, um hier die Ansteckung entdecken zu können, wäre ein Test, der auf den bloßen Verdacht hin durchgeführt wird.

Oft werden die Kosten für diesen aber nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn er positiv ausfällt. Auf der anderen Seite werden die Kosten aber auch dann erstattet, wenn der Partner bereits die Symptome von einer typischen Ansteckung hat, oder ein dortiger Test mit einem positiven Resultat endete.

Die typischen Symptome bei Frauen

Es gibt natürlich auch Menschen, bei denen es bereits 10 bis 14 Tage nach der Ansteckung mit der Krankheit zur Ausbildung von Symptomen kommt. In den meisten Fällen werden die Symptome der Ansteckung mit den Ureaplasma Bakterien aber einfach mit einer normalen Entzündung der Blase verwechselt. Am ehesten lassen sich diese in der Praxis verspüren, wenn Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

Die betroffenen Personen beschreiben dies sehr häufig wie eine Art stechenden Schmerz im Unterleib, der unter Umständen auch noch von einem gewissen Brennen begleitet sein kann. Sollten diese Symptome also auftreten, wäre es sehr zu empfehlen, direkt den Weg zu einem guten Arzt einzuschlagen.

Zudem kann es durchaus zu der Entzündung der Blase kommen. In der Regel ist dies die normale Reaktion des Körpers auf das Eindringen der Bakterien, die er auf diesem Wege abzuwehren versucht. Im Grunde genommen gibt es bei der eigenen Erkennung dann nur noch eine Möglichkeit, um den Bezug zu einer Geschlechtskrankheit wie Ureaplasma herstellen zu können. Denn haben es genau diese Erreger wirklich in das Innere des Körpers geschafft, so werden die Entzündungsreaktionen des Körpers in sehr vielen Fällen noch von einem Ausfluss begleitet.

Dieser hat zu Beginn eine milchige Farbe und Konsistenz, welche in den weiteren Stadien der Erkrankung häufig ins Gelbliche wechselt.

Die Symptome bei Männern

Männer beobachten nach der Ansteckung mit den Erregern ebenfalls charakteristische Merkmale, welche klar auf eine Geschlechtskrankheit hindeuten. Bei den Männern ist es ebenfalls so, dass nur in etwa zwei Drittel tatsächlich Symptome nach der Ansteckung wahrnehmen können. Zuerst deutet sich das Vorkommen der Bakterien dadurch an, dass es zu gewissen Schmerzen beim Wasserlassen kommt.

Im weiteren Verlauf nehmen diese an Intensität zu, wobei sie zugleich von einem milchigen bis gelblichen Ausfluss begleitet werden. Eine Orchitis, also eine äußerst schmerzhafte Entzündung der Hoden, kann ebenfalls eine Folge der Infektion sein. Bei all diesen Warnsignalen ist es aufgrund der guten Möglichkeiten zur Behandlung sehr wichtig, sich direkt mit einem Arzt in Verbindung zu setzen.

Bei der Diagnostik verhält es sich im Falle der Ureaplasmen so, dass oft nur durch einen Abstrich bestätigt werden kann, ob sie sich denn nun wirklich schon im Körper befinden. Wird dieser Test aber bei auftretenden Symptomen durchgeführt, oder bestätigt sich der eigene Verdacht auf eine Infektion, so werden die dabei auftretenden Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Die Besonderheit einer beschwerdefreien Infektion

Wie bereits dargestellt, handelt es sich bei Ureaplasma urealyticum um ein Bakterium, welches nicht unbedingt direkt zu einer Entzündungsreaktion im Körper führen muss. Dies liegt daran, dass ähnliche Bakterien dieses Stammes bereits im Genitaltrakt von Männern und Frauen zu finden sind, wo sie keinen Schaden anrichten. Zum Problem werden die Erreger oft nur dann, wenn tatsächlich Symptome auftreten.

Eine Behandlung kann auch nach einem Nachweis des Arztes erfolgen, selbst wenn noch keine Symptome vorhanden sind. Dadurch wird die Zahl der Ureaplasmen stark minimiert, wodurch das Risiko von ausbrechenden Symptomen ebenfalls verringert werden kann.

Gefährlich wird es dagegen, wenn das Immunsystem des Körpers einmal stark geschwächt, oder dieser unter Erschöpfung leiden sollte. In diesem Fall können sich die Bakterien weitgehend ungehindert vermehren, wodurch der Körper die bereits beschriebenen Entzündungsreaktionen anführt. Man sollte deshalb bei einem eigenen Gespür nicht lange warten, bis es tatsächlich zu den auftretenden Symptomen kommt. Auf der anderen Seite ist es eben auch sehr wahrscheinlich, dass der eigene Körper nicht direkt auf die Ansteckung reagiert.

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