Ureaplasma

Als Ureaplasma bezeichnet man in der Medizin eine spezielle Bakterienart, die dafür bekannt ist, eine Entzündung des Genitalbereichs hervorrufen zu können. Dies geschieht gleichermaßen bei Mann und Frau, wobei auch der ungeschützte Geschlechtsverkehr zu einer Übertragung des Erregers führen kann. Die Betroffenen selbst erkennen die Krankheit dabei häufig eher schlecht, da sie von ihrem Erscheinungsbild her sehr stark an eine normale Blasenentzündung erinnert.

Gerade deshalb kann es so von Vorteil sein, sich weiter mit genau diesem Thema zu befassen, und sich selbst das damit in Verbindung stehende Fachwissen anzueignen.

Ureaplasma Themen:

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Definition und Verbreitung von Ureaplasma

Wer sich als Patient mit einem Ureaplasma befasst, der bezieht sich hierbei natürlich in den meisten Fällen auf die Krankheit, welche auf verschiedene Arten übertragen werden kann. Ausgelöst wird diese durch einen Stamm von Bakterien, der heute eigentlich weit recht verbreitet ist. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, welche allerdings nicht direkt zu Symptomen führt.

Dies bedeutet in der Praxis, dass eben auch die Gefahr besteht, unwissentlich über Jahre hinweg andere Menschen damit zu infizieren. Insgesamt sehen die Experten diesen Grund mit als den wichtigsten dafür an, dass sich die Bakterien selbst in der westlichen Welt immer weiter verbreiten können.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Wege, um sich mit einem Ureaplasma zu infizieren, weshalb hier eine genauere Betrachtung von Vorteil ist. Diese sind

  • Infektion beim Geschlechtsverkehr
  • Übertragung durch den Kontakt mit Blut
  • Übertragung durch die Luft

In der Tat kann man hierbei nicht genau sagen, dass es sich wirklich um eine Geschlechtskrankheit handelt. Denn im medizinischen Sinne sind Geschlechtskrankheiten wirklich nur über den Geschlechtsverkehr übertragbar. Beim Ureaplasma bietet sich dagegen auch die Chance der Tröpfcheninfektion, sodass eine Ansteckung im normalen Alltag nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Ansteckung kann also zum Beispiel über die Luft oder aber über den Kontakt mit dem Blut einer anderen Person übertragen werden. Dies macht es vor allem für die Infizierten Personen nicht einfach, direkt auf die eigentliche Quelle der Infektion Rückschlüsse ziehen zu können.

Die Symptome von Ureaplasma

Die Symptome von Ureaplasma fallen bei Männern und Frauen ein Stück weit unterschiedlich aus, was die genaue Einschätzung also nicht unbedingt einfacher macht. Schnell erkennt man, dass es vor allem bei Frauen in sehr vielen Fällen erst gar nicht zu einer Ausbildung von Symptomen kommt. Selbst nach der Infizierung bleiben die entsprechenden Personen noch lange Zeit absolut frei von Beschwerden, weshalb nichts gegen die Bakterien unternommen wird.

Damit sind aber nicht die Spätfolgen ausgeschlossen, mit den in vielen Fällen ebenfalls gerechnet werden muss. So kommt es bei einigen Patientinnen noch Jahre später zu einer vollständigen Entzündung des Bereichs der Genitalien, wobei dann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr klar ist, woher die Infektion denn nun überhaupt stammt.

Es gibt aber alternativ auch die Möglichkeit, dabei Symptome zu entwickeln, sodass die Behandlung direkt während der ersten akuten Phase der Ansteckung erfolgen kann. Sehr häufig resultiert eine Ansteckung mit den Bakterien in einer Entzündung der Harnröhre, oder auch einer Entzündung der Blase.

Von einer ganz normalen Entzündungsreaktion des Körpers kann man die Symptome von Ureaplasma vor allem dadurch unterscheiden, dass es dabei noch zusätzlich zu einem eitrig gelben Ausfluss kommt. Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr können ebenfalls ein Stück weit Aufschluss darüber geben, ob denn nun wirklich eine Ansteckung vorliegt.

Männer sollten in diesem Rahmen vor allem auf eine Entzündung der Hoden achten, die bei einem Ureaplasma direkt auftritt. Diese ist in der Regel sehr schmerzhaft, sodass der Gang zum Arzt kaum mehr zu umgehen ist. Allerdings gibt es auch bei den Männern einige Fälle, in denen es erst gar nicht direkt zur Ausbildung von Symptomen nach der Ansteckung kommt. Männer können in diesem Rahmen ebenfalls darauf achten, ob es zu einem vermehrten Harndrang kommt, welcher von Schmerzen beim Wasserlassen begleitet wird.

Die Behandlung von Ureaplasma

Eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass diese Art eines bakteriellen Infektes ganz einfach dadurch abgewendet werden kann, dass mit einem Antibiotika gegen die Erreger im Körper vorgegangen wird. In der Praxis zeigt sich dabei aber doch recht deutlich, dass auch andere Faktoren hier eine wichtige Rolle spielen. Denn hier handelt es sich um einen Erreger, der als Mollicutes bezeichnet wird.

Dies bedeutet, dass zum Beispiel die herkömmlichen Medikamente, wie sie zum Beispiel bei einer Blasenentzündung helfen können, hier ganz und gar wirkungslos sind. Deshalb setzen die Ärzte zum Teil schon auf sehr spezielle Kombinationen, die in der Praxis dann zu einer vollständigen Heilung führen können. Besonders Doxycyclin Kapseln oder Azithromycin leisten einen sehr großen Beitrag bei der Behandlung und werden aktuell in diesem Rahmen eingesetzt.

Im Raum der europäischen Union verhält es sich aber so, dass diese Produkte erst von einem Arzt verschrieben werden müssen. Nur im Rahmen von einer speziellen Online Konsultation ist es trotzdem möglich, sich eine Möglichkeit für den Kauf zu sichern. Beide Medikamente sorgen dafür, dass die weitere Vermehrung der Erreger direkt unterbunden werden kann, weshalb sich der Prozess der Heilung relativ schnell einstellt.

Des Weiteren ist es so, dass der Zeitraum der Behandlung begrenzt ist, es also keiner langfristigen Einnahme bedarf.

Dennoch sollte man die angegebene Frist des Arztes genau einhalten, damit es nicht zu einer Entwicklung von Resistenzen bei den Bakterien kommen kann. Am Ende des Rahmens einer solchen Behandlung steht bei vielen Ärzten eine abschließende Untersuchung.

So wird zum Beispiel mittels eines Abstriches überprüft, ob noch Reste der Erreger im Körper vorhanden sind. Bis zur letztendlichen Entwarnung ist es zu empfehlen, so weit als möglich auf sexuellen Kontakt zu verzichten, um nicht noch andere Personen mit Ureaplasma anzustecken. Stets ist es ebenfalls ratsam, sich dem Partner mitzuteilen, damit die andere Person ihrerseits ebenfalls einen Test auf das Vorkommnis von Ureaplasma in die Wege leiten und langfristige Folgen verhindern kann.

Die Vorbeugung gegen Ureaplasma

Nun stellt man sich im Umkehrschluss natürlich ebenfalls die Frage, wie die Ansteckung mit Ureaplasma denn verhindert werden kann. Beim Geschlechtsverkehr bietet die Verwendung eines Kondoms einen ausreichenden Schutz, sodass das Risiko gerade bei wechselnden Sexualpartnern deutlich minimiert werden kann. Auf der anderen Seite ist es nicht auszuschließen, bei der Bewegung im Öffentlichen Raum nicht über die Luft infiziert zu werden.

Eine verbesserte Hygiene kann aber dazu beitragen, dass die Gefahr der Ansteckung zumindest stark reduziert werden kann.