Selbsttest gegen Tripper

Heute ist es zum Glück möglich, sehr schnell eine passende Diagnose bei den auftretenden Symptomen bei Tripper (Gonorrhoe) zu stellen. Besonders wichtig ist es daher, einen guten Test zur Verfügung zu haben, mit dem sich die Ansteckung mit den Erregern so schnell und sicher wie möglich nachweisen lässt. Es mögen zwar etwa die Hälfte der Frauen und Dreiviertel der Männer die entsprechenden Symptome entwickeln.

Doch da diese nicht immer ganz eindeutig der Krankheit selbst zugeordnet werden können, fällt es in der Praxis oft schwer, hier überhaupt eine eigene Diagnose zu stellen. Im ärztlichen Labor bietet sich dagegen die Chance, ganz genau zu bestimmen, um was für eine Ansteckung es sich nun am Ende handelt. Besteht also der Verdacht, dass es sich um eine Ansteckung handelt, so sollte man auf jeden Fall direkt zu einem Arzt gehen.

Dies liegt daran, dass die Behandlung vor allem während der akuten Phase zu den gewünschten Erfolgen führt. Dabei gibt es unterschiedliche Ärzte, die für diesen Zweck aufgesucht werden können. Zum einen wäre hier der klassische Hausarzt zu nennen, der bei einem Befund mit Sicherheit eine Überweisung zu einem anderen Arzt in die Wege leiten wird. Auf der anderen Seite ist es möglich, den Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, oder eben den Urologen/Gynäkologen zu besuchen.

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Der Nachweis per Abstrich

Zuerst wird dabei nach den klassischen Symptomen gefragt, sodass eine vorläufige Diagnose angestrebt werden kann. Verhärtet sich nun der Verdacht einer Ansteckung, so kann ein Abstrich dazu führen, dass etwas mehr Klarheit in die Angelegenheit kommt. Dieser wird beim Männern zumeist aus der Harnröhre entnommen. Frauen werden dagegen in den meisten Fällen am Gebärmutterhals auf die verantwortlichen Gonokokken hin untersucht. In sehr seltenen Fällen bietet sich dabei auch die Alternative, Abstriche des Rachens, des Afters oder der Bindehaut des Auges zu machen.

Der Test selbst nimmt dann noch einige Zeit in Anspruch, bevor ein endgültiges Ergebnis bekanntgegeben werden kann. Durch ein Einfärben der entsprechenden Kolonien gelingt es nun, diese unter einem Mikroskop sichtbar zu machen. In einigen Fällen ist es bereits jetzt möglich, die vorhandenen Gonokokken im Körper der Person nachzuweisen. Gelingt dies nicht, so erfolgt die weitere Untersuchung der Ansteckung dann in einem speziellen Labor.

Zuerst werden die entsprechenden Proben in ein warme und feuchte Umgebung gebracht, damit das Wachstum der dort vorhandenen Bakterien noch weiter angeregt werden kann. Dies ist bis zu einem gewissen Grad notwendig, damit der Nachweis der verschiedenen Kulturen in der Folge möglich ist. Erst wenn genau diese Sache geklärt und aus der Welt geschafft werden konnte, wird der Arzt den letztendlichen Befund auch bekanntgeben können.

Der Tripper Bluttest

Es gibt aber noch eine weitere Methode, wie eine Ansteckung mit Tripper im Körper nachgewiesen werden kann. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Bluttest, der aber in der Praxis, außer auf den ausdrücklichen Wunsch des Patienten hin, eher selten zum Einsatz kommt. Zuerst wird eine kleine Blutprobe der Person entnommen, die dann auf spezielle Antikörper hin untersucht wird.

Erkennt unser Immunsystem nämlich, dass ein Fremdkörper in Form von einem Erreger eingedrungen ist, so werden diese ganz speziellen Antikörper für die Bekämpfung ausgebildet. Zwar schaffen es diese nicht, den Tripper zu besiegen, doch sie sind noch immer im Blut nachweisbar. Die Probe muss für diesen Zweck allerdings in ein Labor geschickt werden, sodass es in der Regel mehrere Werktage länger dauert, bis der Patient schließlich sein entsprechendes Ergebnis empfangen kann.

Bei einem solchen Test hat man als Patient zugleich auch einen gewissen Vorteil auf der eigenen Seite. Denn die Kosten, die für die Untersuchung und das Labor anfallen, werden in der Regel direkt von der Krankenkasse übernommen. Dies gilt vor allem dann, wenn selbst Symptome festgestellt wurden, die auf Tripper hindeuten, oder aber, wenn der Arzt entsprechende Wahrnehmungen bei der Untersuchung gemacht hat. Gleichzeitig werden auch die Kosten für den Test des anderen Partners übernommen, wenn bereits eine Person in der Beziehung positiv getestet werden konnte.

Tripper in einer Beziehung

Diese Chance sollte man auf jeden Fall wahrnehmen, da die Bakterien ansonsten im Körper der anderen Person latent überleben können. So kommt es beim nächsten ungeschützten Geschlechtsverkehr wieder zu einer erneuten Ansteckung, obwohl erst gerade eine Behandlung mit Antibiotika abgeschlossen werden konnte.

Diese gegenseitige Ansteckung ist unter den Medizinern auch als der „Ping-Pong-Effekt“ bekannt.

Auch die Informierung des Sexualpartners ist natürlich eine Aufgabe, die nach einem Tripper Test ebenfalls erfolgen sollte. Denn nur so kann verhindert werden, dass die andere Person im Gegenzug weitere Menschen mit den Gonokokken infiziert. Es mag zu Beginn erst einmal eine sehr unangenehme Aufgabe sein, doch in jedem Fall wird die andere Person zu einem späteren Zeitpunkt dankbar sein, dass durch die Informierung und Behandlung ein chronisches Krankheitsbild direkt verhindert werden konnte.

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