Symptome von Tripper

Tripper, in Fachkreisen auch Gonorrhoe genannt, ist bereits seit den 1970er Jahren eine der am weitesten verbreiteten Geschlechtskrankheiten auf der Erde. Die betroffenen Personen haben heute das Glück, dass eine Behandlung der Infektion in aller Regel zu den gewünschten Erfolgen, also der vollständigen Genesung führt.

Eine sehr wichtige Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Befall des Körpers von den verursachenden Bakterien so früh als möglich erkannt werden kann. Die typischen Symptome, die eine Infizierung mit Tripper nach sich ziehen kann, sollten daher direkt richtig eingeordnet werden können. Denn sehr häufig beweist sich dies als der beste Weg, um dann mithilfe des ärztlichen Rates eine vollständige Heilung forcieren zu können.

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Die Gefahr nach der Infizierung

Dabei ist es in der Praxis leider so, dass längst nicht alle Personen direkt die typischen Tripper Symptome aufweisen. Dies bedeutet, dass es sich unter Umständen auch um eine latente Krankheit handelt, die über lange Zeit hinweg unentdeckt bleiben kann. Dies darf nun aber nicht mit der Inkubationszeit selbst verwechselt werden.

Denn in der Regel dauert es drei bis sieben Tage, bis die ersten Symptome zutage treten können. Statistisch gesehen würde dies jede zweite Frau nicht direkt bemerken, da sich bei ihr keine Symptome der Krankheit ausbilden. Bei Männern ist diese Rate geringer, doch auch hier gibt es die Möglichkeit, eine versteckte Infektion in sich zu tragen.

Besonders gefährlich ist dies dann, wenn es weiterhin zu direktem sexuellen Kontakt mit einem oder mehreren Geschlechtspartnern kommt. Denn gerade wenn dabei kein Kondom verwendet wird, ist die Chance sehr hoch, dass es zu einer Übertragung der verursachenden Bakterien kommt. Experten gehen davon aus, dass gerade dies die Hauptursache dafür ist, dass sich die Krankheit bereits seit Jahrzehnten auch in Europa sehr hartnäckig halten kann.

Um richtig auf die Symptome selbst reagieren zu können, ist die passende Einordnung eine der Grundvoraussetzungen. Hier geht es in erster Linie nicht darum, selbst direkt die Diagnose Tripper zu stellen. Stattdessen sollte man zumindest aufmerksam werden, und die auftretenden Beschwerden nicht mehr länger geheimhalten. Sehr häufig ist es dabei leider das Schamgefühl, welches viele Menschen daran hindert, sich direkt an einen Arzt zu wenden.

Doch nur dieser hat mit seinem Labor am Ende die Möglichkeit, eine ganz genaue Diagnose zu stellen. Gleichzeitig kann auf diesem Wege die gesundheitliche Gefahr deutlich eingedämmt werden, da eine Behandlung während der akuten Phase bereits innerhalb von sieben bis zehn Tagen erfolgreich sein kann.

Die Tripper Symptome bei der Frau

Die genaue Inkubationszeit des Erregers lässt sich nur schwer bestimmen, weshalb es häufig schwer fällt, sich auf einen bestimmten Zeitpunkt der Infektion festzulegen. Frühestens nach zwei und spätestens nach zehn Tagen, treten bei in etwa der Hälfte der Frauen die so typischen Symptome des Trippers auf. Unter anderem sind dies:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Eitriger Ausfluss aus der Scheide
  • Unwohlsein und Fieber

Bei sehr vielen Frauen sind Schmerzen beim Wasserlassen eines der ersten Symptome, das nach der Infektion auftritt. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem weißlichen Ausfluss aus der Scheide, der sich in der Folge häufig gelblich verfärbt. In den weiter fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung kann es nun sein, dass der Körper mit einer Erhöhung der Körpertemperatur versucht, sich gegen die Erreger zur Wehr zu setzen.

Die letztendlichen Auswirkungen, die Tripper auf den weiblichen Körper haben kann, sind dann nicht mit den Symptomen zu verwechseln. In aller Regel lassen sie sich abwenden, wenn mit der richtigen Behandlung begonnen wird. Dies geschieht dann, wenn die Bakterien nach einiger Zeit die Möglichkeit haben, sich über den Blutkreislauf noch weiter im Körper der infizierten Person auszubreiten, was allerdings nur in seltenen Fällen vorkommt.

Dazu zählen Gelenkschmerzen, die den ganzen Körper durchziehen können. Des Weiteren kann es zu verschiedenartigen Entzündungen kommen, die zum Beispiel auch die Eierstöcke und Eileiter betreffen. Im schlimmsten Fall kommt es dabei zu einer Verklebung, was unter Umständen die Unfruchtbarkeit der Frau zur Folge hat. Um später nicht damit zu tun zu haben, ist es auf jeden Fall ratsam, den Weg zum Arzt zu wählen.

Die Tripper Symptome beim Mann

Bei Männern sind die Chancen mitunter niedriger, dass die Infektion mit Tripper (Gonorrhoe) über längere Zeit unbemerkt bleiben kann. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass bei den meisten Männern die Symptome nach dem Ablauf der Inkubationszeit direkt zutage treten. Experten gehen davon aus, dass nur in etwa jeder vierte Mann nach der Infektion mit Tripper keine Symptome aufweist. Innerhalb von zwei bis zehn Tagen nach der Ansteckung treten dann recht charakteristische Erscheinungen auf, die direkt auf eine Infektion mit Tripper hinweisen sollten.

  • Entzündung der Harnröhre
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Ausfluss aus der Harnröhre (Bonjour-Tröpfchen)
  • Rötung und Schwellung der Harnröhrenöffnung
  • Schmerzen und Schwellung der Hoden

Je länger die Bakterien nun im Körper verweilen können, desto weiter breiten sie sich darin aus.

Deshalb kommt es nach einiger Zeit auch bei Männern zu Schmerzen an den Gelenken, oder aber zu Schüttelfrost und regelmäßig wiederkehrendem Fieber. Als die derzeit erfolgreich angewandte Behandlung mit speziellem Antibiotika noch nicht möglich war, mussten auch Entzündungen des Herzmuskels und der Hirnhaut mit zu den Auswirkungen von Tripper gezählt werden. Heute lassen sich diese, und auch die damit in Verbindung stehenden irreparablen gesundheitlichen Schäden, glücklicherweise direkt verhindern.

Tripper Symptome bei Neugeborenen

Infiziert sich ein Kind bei der Geburt mit den mütterlichen Erregern, so kommt es nicht zu einer Entzündung der Geschlechtsorgane. In den allermeisten Fällen sind die Augen des Kindes betroffen, wodurch eine Bindehautentzündung hervorgerufen wird. Die klassischen Symptome sind stark gerötete und geschwollene Augen, die mit einem starken Juckreiz einhergehen. Durch das Verabreichen von speziellen Augentropfen lassen sich diese Probleme ohne langfristige Folgen kurieren.

Bleibt die Krankheit dagegen weiter unbehandelt, so kann dies sogar zu einer vollständigen Erblindung des Kindes führen.

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