Selbsttest von Trichomonaden

Wer an sich selbst die Symptome von einer eventuellen Geschlechtskrankheit erkennt, der will in der Folge natürlich so schnell wie möglich Gewissheit haben. Dies gilt auch für die Trichomonaden, wobei man sich hier natürlich schon die Frage stellt, wie genau sie sich denn diagnostizieren lassen. Es gibt tatsächlich einige Indizien, die in der Praxis für eine Ansteckung mit der Krankheit sprechen können. In der Regel ist es aber so, dass sich daraus noch keine klare Linie ableiten lässt. In diesem Fall ist es daher notwendig, direkt zu einem professionellen Test zu greifen, mit dem sich etwas Licht ins Dunkel bringen lässt.

 

Trichomonaden Test ohne Arzt?

Bereits zu Beginn lässt sich sagen, dass in Bezug auf die Diagnose zwei unterschiedliche Wege offen stehen. Die Variante, die mit Sicherheit zu den genaueren Ergebnissen führen wird, ist der Besuch beim Arzt. Allerdings ist dieser bei sehr vielen Patienten natürlich mit einer gewissen Scham behaftet, weshalb sie sich erst gar nicht dazu entschließen können, einen Fachmann mit ihrem Problem zu kontaktieren. Dabei ist es dank der neuen Methoden in den Labors innerhalb von sehr kurzer möglich, eine klare Diagnose zu erhalten. Auf der anderen Seite bietet sich aber auch die Möglichkeit, einen Schnelltest zu kaufen, mit dem dann eine Diagnose erstellt werden kann. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um eine kleine Urinprobe, die im Rahmen der Untersuchung abgegeben werden soll. So manch ein Hersteller stellt dabei aber eine Bedingung an die Kunden. Denn bei vielen Tests muss die Probe danach per Post in ein Labor geschickt werden, in dem das ganze genauer untersucht werden kann. Zwar bietet dies natürlich noch immer den großen Vorteil der so wertvollen Diskretion, doch ein zeitlicher Gewinn bietet sich in Bezug auf den Trichomonaden Test leider nicht. Egal ob nun aber ein endgültiger Befund vorliegt oder nicht, in jedem Fall gilt es nach der Erkennung der etwaigen Symptome ungeschützten Geschlechtsverkehr zu vermeiden. Schließlich könnten dadurch noch weitere Personen angesteckt werden, wenn es sich nun tatsächlich um eine Geschlechtskrankheit handelt.

Der Besuch beim Arzt

Um eine erste Einschätzung treffen zu können, reichen dem Arzt die ersten Symptome bereits aus. Allein anhand deren Auftreten lässt sich die Zahl der in Frage kommenden Geschlechtskrankheiten bereits sehr deutlich eingrenzen. Auf der anderen Seite reicht dies noch nicht aus, um wirklich so feste Beweise zu sammeln, dass später eine wirksame Behandlung möglich ist. Aus diesem Grund wird auch bei einem Arzt in fast jedem Fall zuvor der Urin auf die entsprechenden Hinweise untersucht.

Die Blutanalyse

In erster Linie geht es dabei um die Antikörper, mit denen sich das Immunsystem gegen die kleinen Erreger der Trichomonaden zu wehren versucht. Da Antikörper stets individuell an die Struktur des jeweiligen Fremdkörpers angepasst werden, lassen sich anhand der spezifischen Form recht genaue Rückschlüsse auf die weiteren Umstände der Erkrankung ziehen. Dafür muss das Blut untersucht werden, wofür ein normaler Hausarzt selbst oft nicht die Möglichkeiten besitzt. Es kann aus genau diesem Grunde sehr klug sein, sich direkt von Beginn an mit einem Facharzt in Verbindung zu setzen. Im Falle des Verdachts auf Trichomonaden kann dies sowohl ein Spezialist für Geschlechtskrankheiten verschiedener Arten, als auch ein Arzt für bestimmte Hautkrankheiten sein. In diesem Fall lässt sich die Probe beim Trichomonaden Test bereits innerhalb von nur wenigen Stunden vollständig untersuchen, sodass schnell für Gewissheit gesorgt werden kann. Im Labor wird in jedem Fall zugleich auch noch untersucht, ob noch andere Erreger vorzufinden sind. Gerade eine solch vollwertige Analyse bietet den großartigen Vorteil, dass dadurch eine gewisse Sicherheit hervorgerufen werden kann.

Der Test unter dem Mikroskop

Alternativ bietet sich die Möglichkeit an, auf einen Test des Vaginalsekrets zurückzugreifen. Davon nimmt der Arzt einen Abstrich, der dann unter einem Mikroskop genauer begutachtet werden kann. Bei Männern ist es entsprechend auch möglich, das Sekret aus der Harnröhre genauer zu untersuchen. Bei einer sehr genauen Betrachtung unter dem Mikroskop ist es dabei möglich, die kleinen Trichomonaden, die eigentlich Geißeltierchen sind, zu erkennen. Auf der anderen Seite kann der Ph-Wert des Vaginalsekrets ebenfalls einen deutlichen Indikator liefern. Liegt der Ph-Wert in der Folge über der Marke von 6.0, so ist dies zumindest ein sehr deutliches Anzeichen dafür, dass eine Ansteckung vorliegt. Welche der beiden unterschiedlichen Möglichkeiten zur Untersuchung später vom Arzt angewendet wird, ist individuell unterschiedlich. In jedem Fall kann man aber sagen, dass natürlich der jeweilige Wunsch des Patienten ebenfalls eine Rolle spielt, wenn es um die Findung einer Entscheidung geht.

Fazit

Der Wert der richtigen Diagnose nach einer Ansteckung mit Trichomonaden kann gar nicht hoch genug angesetzt werden. Denn nur auf diesem Wege ist es schließlich möglich, eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit zu forcieren. Geschieht dies so früh wie nur möglich nach der Entdeckung der Symptome, so wird es in der Regel auch nicht zu schlimmeren Langzeitfolgen oder Ähnlichem kommen. Gerade diese Gründe sprechen also ganz klar dafür, sich mit dem Thema weiter zu befassen.

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