Trichomonaden (Hauptseite)

Die Trichomonaden-Infektion gehört weltweit mit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten und wird durch den Erreger Trichomonas vaginalis verursacht. Dabei könnte man nun aufgrund der Namensgebung davon ausgehen, dass es sich um eine Geschlechtskrankheit handelt, von der ausschließlich Frauen betroffen sind. Doch in der Praxis sind es eben auch die Männer, die unter den Symptomen einer Trichomonaden-Infektion zu leiden haben.

Dabei wird die Krankheit selbst zwar zu den am weitesten verbreiteten gezählt, doch aufgrund der modernen Medizin führt sie bei einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung nicht zu weiteren Beschwerden oder Problemen. Wer die Symptome der Krankheit erkennt, sollte besser direkt einen Arzt konsultieren, was allerdings aufgrund des stets vorhandenen Schamgefühls häufig umgangen wird. Die medikamentöse Behandlung kann dabei recht schnelle Erfolge in Bezug auf die Ansteckung zeigen.

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Die Ursache der Trichomonaden-Infektion

Selbstverständlich gibt es in der Praxis einige Wege, wie der Erreger von Mensch zu Mensch wandern kann. Der Grund dafür ist das kleine Geißeltierchen, welches für das Ausbrechen der Krankheit verantwortlich gemacht werden kann. Dabei ist es genauso groß wie ein weißes Blutkörperchen, kann selbstverständlich mit bloßem Auge aber nicht erkannt werden. Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr ist nun die Möglichkeit da, dass der Trichomonas vaginalis durch das Sperma oder die Scheidenflüssigkeit übertragen wird.

Wie hoch die Rate der Übertragung am Ende tatsächlich ist, das entscheidet unter anderem auch die Zahl der Parasiten im Körper der infizierten Person.

Je länger die Erreger dabei bis zum Zeitpunkt der Behandlung schon walten konnten, desto zahlreicher sind sie vorhanden und desto größer ist demnach auch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Ansteckung. Dagegen ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung ohne einen direkten Kontakt der Schleimhäute als eher gering einzuschätzen. Dies ist in der Praxis vor allem darauf zurückzuführen, dass die Parasiten außerhalb des Körpers nicht lange überleben können. Ganz ausgeschlossen werden kann die Infizierung über das Teilen eines feuchten Handtuchs oder ähnlichem natürlich trotzdem nicht.

Die Symptome einer Trichomonaden-Infektion

Bei Mann und Frau zeigen sich in Bezug auf die auftretenden Symptome klare Differenzen, wobei es sich trotzdem um ein und dieselbe Krankheit handelt. Gerade Paare können deshalb in vielen Fällen keine Rückschlüsse darauf ziehen, dass es sich um die gleiche Geschlechtskrankheit handelt. Nur eine separierte Betrachtung bietet in der Folge die Möglichkeit, einen genauen Blick auf die besonderen Auswirkungen des Erregers werfen zu können. Die Erkennung der Symptome ist schließlich mit die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die entsprechende Behandlung der Infektion ebenfalls erreicht werden kann.

Die Symptome der Frau

Selbst wenn es sich zu Beginn nicht nach einem Vorteil anhören sollte, Frauen entwickeln bei der Ansteckung mit dem Parasiten sehr häufig entsprechende Symptome. Dies macht es eben möglich, direkt eine entsprechende Behandlung mit einleiten zu können, wodurch die Infektion in der Regel schnell besiegt werden kann.

Zu den wichtigsten Symptomen zählen:

  • Juckreiz im Genitalbereich
  • Übelriechender grünlich-milchiger Ausfluss
  • Schmerzen beim Wasserlassen

Während es bei sehr vielen Krankheiten nach der Ansteckung zu einem Juckreiz und den Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr kommt, ist der Ausfluss sehr typisch für eine Trichomonaden-Infektion, besonders die grünliche Färbung indiziert in Verbindung mit der schaumigen Konsistenz sehr deutlich, um was für eine Art der Geschlechtskrankheit es sich hier am Ende handelt.

Sollten diese Symptome gleichzeitig auftreten, so ist es auf jeden Fall sehr sinnvoll, sich direkt mit einem Arzt in Verbindung zu setzen. Ansonsten können die Erreger das Gewebe bereits so schädigen, dass sich die Wahrscheinlichkeit der Infektion mit noch schlimmeren Krankheiten sogar noch erhöht.

Ebenso gefährlich ist der Erreger dann, wenn es sich um eine schwangere Frau handelt. Denn die Infektion kann unter Umständen zu irregulären Wehen führen, wodurch eine Frühgeburt des Kindes wahrscheinlicher wird. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass das Kind bei der Geburt mit dem Erreger infiziert wird, was im Anschluss von den Ärzten direkt durch einen Test untersucht wird.

Die Symptome bei Männern

Männer reagieren dagegen in einer völlig unterschiedlichen Art und Weise auf die Ansteckung mit dem Erreger. In vielen Fällen ist es sogar so, dass es erst gar nicht zu einer Ausbildung von Symptomen kommt, wodurch die Ansteckung noch einige Zeit lang verborgen bleibt. Dies steigert natürlich zugleich auch das Risiko, unter den deutlich schlimmeren Langzeitfolgen zu leiden. Ansonsten sind es auch bei Männern zuerst die Schmerzen beim Wasserlassen, die auf eine Infektion hindeuten. Im weiteren Verlauf kommen allerdings noch einige Punkte hinzu:

  • Juckreiz an der Eichel
  • Milchiger Ausfluss
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Die Intensität, in der die Symptome dabei auftreten, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Sind sie dabei weniger stark ausgeprägt, werden sie vom Mann fälschlicherweise häufig ignoriert, wodurch die Verbreitung der Krankheit selbst dementsprechend noch begünstigt wird. Sollte ein Mann diese Symptome also nur in leichter Form verspüren, ist es auf jeden Fall dennoch ratsam, sich direkt an einen Arzt zu wenden, der erste Gegenmaßnahmen gegen die Ansteckung in die Wege leiten kann.

Die Behandlung einer Trichomonaden-Infektion

Der Arzt wird nach der ausführlichen Untersuchung vermutlich einen Wirkstoff wie zum Beispiel Metronidazol verschreiben. Dies liegt vor allem daran, dass ein solches Antibiotikum sehr gut gegen die Erreger vorgehen kann, wodurch diese abgetötet werden. Als Patient sollte man sich dabei darüber im Klaren sein, dass der vom Arzt beschriebene Zeitraum der Einnahme auf jeden Fall einzuhalten ist. Gelingt dies nicht, so besteht durchaus die Gefahr, dass der Erreger eine gewisse Resistenz gegen die Wirkstoffe entwickelt.

Oftmals wird das Metronidazol in einer Therapie über mehrere Tage oder Wochen eingesetzt, in anderen Fällen genügt aufgrund individueller Gründe bereits eine einmalige Einnahme. Im Zweifel gilt es, diese Entscheidung dem Arzt zu überlassen.

In einer festen Partnerschaft ist es bei der Behandlung einer Trichomonaden-Infektion ebenfalls sehr zu empfehlen, dass sich der Partner direkt mit behandeln lässt. Dies ist vor allen Dingen deshalb von so großer Bedeutung, weil ansonsten immer wieder eine Neuansteckung mit der Krankheit möglich ist. Die Mediziner sprechen hier vom sogenannten „Ping-Pong Effekt“, der aber durch eine gezielte Behandlung beider Partner direkt ausgeschlossen werden kann.

Am Ende folgt in sehr vielen Fällen sogar noch eine gewisse Nachuntersuchung durch den Arzt, bei der erneut festgestellt wird, ob sich die Erreger denn nun überhaupt noch im Körper der Patienten befinden.

Bis dahin ist von ungeschütztem Geschlechtsverkehr eher abzuraten. Denn selbst wenn die Symptome schon nicht mehr vorhanden sind, besteht dabei noch weiter die Gefahr der Ansteckung.

Vorbeugung gegen die Trichomonaden-Infektion

Beim Geschlechtsverkehr stellt das Kondom auch in Bezug auf die Infektion mit Trichomonaden bis heute mit die effektivste Möglichkeit dar, um eine Ansteckung zu verhindern. Anderer direkter Schleimhautkontakt, wie zum Beispiel beim Küssen, führt dagegen nur sehr selten zu einer Ansteckung, da die Erreger durch Speichel und Magensäure abgetötet werden. Auf der anderen Seite kann aber eine gesteigerte Hygiene ebenfalls hilfreich sein, um das Risiko der Ansteckung weiter zu minimieren. Gerade weil eine Trichomonaden-Infektion zugleich ein Kennzeichen für die Ansteckung mit anderen Krankheiten ist, sollte auf jeden Fall eine Behandlung erfolgen, sobald die ersten Symptome bei Mann und Frau zu erkennen sind.