Symptome von Syphilis

Artikel vom: September 2019

Autor: Patrick Propst, Medizinstudent aus Duisburg | Inhalt überprüft | Quellenangabe siehe unten

Bei etwa der Hälfte aller an Syphilis erkrankten Personen, verläuft die Infektion asymptomatisch. Mit anderen Worten bedeutet das, dass die betroffenen Personen keine Beschwerden entwickeln.

Die andere Hälfte wiederum hat Symptome.

  • Welche das sind, erklären wir jetzt genauer…

Welche Symptome haben Frauen und welche Männer?

Im Grunde genommen kann man sagen, dass sowohl Frauen als auch Männer von gleichen Symptomen betroffen sein können.

Hier kann nur die betroffene Stelle variieren, an welcher die ersten Anzeichen der Krankheit ausgebildet wurden.

Dabei handelt es sich um ein Knötchen, das mit abgesonderte Flüssigkeit gefüllt und völlig schmerzlos ist.

Das kleine Knötchen entsteht an der Stelle, wo der Syphilis-Erreger eingetreten ist.

  • Die Eintrittsstelle bei den Männern ist meistens der Penis, vor allem an der Eichel.
  • Bei den Frauen wiederum tritt der Erreger an den Schamlippen auf.

Ein weiteres Symptom ist der Haarausfall, der in den meisten Fällen aber Männer betrifft und erst in den späteren Stadien auftreten kann.

Unterteilen lässt sich die Krankheit in insgesamt vier Stadien.

  • Die ersten zwei werden als Frühsyphilis bezeichnet, die anderen beiden als Spätsyphilis.

Die Zeitabstände zwischen den Stadien sind vom Patienten abhängig, da nicht jeder gleich auf die Krankheit reagiert.

Nichtsdestoweniger kann es genauso vorkommen, dass sich einzelne Stadien nicht bemerkbar machen oder ganz ausfallen.

syphilis symptome

Symptome im ersten Stadium:

  • Die ersten Anzeichen machen sich in der Regel etwa drei Wochen nach der Ansteckung sichtbar.
Hierbei bildet sich ein derbes und kleines Geschwür an der Eintrittsstelle.

Menschen, die sich mit Syphilis über Oralverkehr anstecken, bekommen das Geschwür entweder in der Mundhöhle, den Lippen oder im Rachen. Beim Analverkehr, wird dieses im Enddarm oder am After gebildet.

Syphilis-Knötchen, die nicht in der Genitalregion entstehen, können für die betroffenen Menschen sehr schmerzhaft sein.

Zuerst ist das Knötchen ein rötlicher, kleiner Fleck, der sich in zwei Wochen zu einem flachen und scharf begrenzten Geschwür entwickeln kann. Dieses hat sodann einen derben Rand und ist gelblich. Dabei wird eine Flüssigkeit abgesondert, die farblos ist und hoch infektiös ist, da in dieser viele Syphilis-Erreger enthalten sind.

In den nächsten Wochen kommt es zur Schwellung der Lymphknoten in der Nähe des Geschwürs. Diese sind nicht schmerzhaft und können sich hart anfühlen.

  • Das Geschwür kann etwa innerhalb von sechs Wochen von allein wieder abheilen.

Die Lymphknotenschwellung wiederum kann auch bis zu Monaten bestehen bleiben. Wird das erste Stadium nicht behandelt, so kann sich schnell das zweite Stadium entwickeln.

Die Symptome im zweiten Stadium:

Das zweite Stadium tritt ungefähr nach vier bis zehn Wochen auf.

Dabei breitet sich der Syphilis-Erreger über die Lymph- und Blutbahnen im Körper aus.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • harte Lymphknotenschwellungen
  • Hautausschlag

Auf der Haut können anfänglich rötliche und nicht juckende Flecken auftauchen. Aus diesen können nach einigen Tagen Knötchen entstehen.

  • Die Knötchen können sich ähnlich wie die Geschwüre öffnen und zu nässen anfangen.
  • Die austretende Flüssigkeit aus den Knötchen ist hoch infektiös.

Darüber hinaus können die Symptome in der Mundhöhle entstehen, wobei sich die Schleimhaut stark verändern kann.

Außerdem ist die Schwellung der Mandeln möglich. Bei manchen Menschen können die Haare an manchen Stellen ausfallen. Die Krankheit kann nach dem zweiten Stadium zu einem Stillstand kommen.

Zwar befindet sich in dieser Zeit der Erreger weiterhin im Körper, zeigt aber keinerlei Symptome.

Nach einiger Zeit bricht die Krankheit erneut als Spätsyphilis aus.

Symptome von Syphilis im dritten Stadium:

Im dritten Stadium ist nicht nur die Haut, sondern auch die Schleimhaut und die inneren Organe betroffen.

Im Körper befinden sich nun viele Geschwüre, die langsam wachsen. Gefährlich kann es sein, wenn die Krankheit die Hauptschlagader-Wand beschädigt.

Da die Wand an dieser Stelle der Aorta dünn ist, kann diese sehr leicht platzen. Reißt die Aorta, verliert der Patient viel Blut und kann in Folge darauf innerlich verbluten.

Das vierte Stadium:

Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann sich eine Entzündung im zentralen Nervensystem ungefähr in zehn bis zwanzig Jahren entwickeln.

Kommt es dazu, so spricht man von Neurosyphilis oder Neurolues. Die Entzündung kann entweder das Rückenmark oder das Gehirn betreffen.

Wird von Syphilis der Rückenmark befallen, kann die Bewegungskoordination gestört werden oder die Reflexe ausfallen.

Genauso sind in den Beinen und Unterbauch stechende Schmerzen möglich. Impotenz kann ein weiteres Symptom sein. Viele erkrankte Menschen können die Entleerung von Darm oder Blase nicht mehr unter Kontrolle halten.

Einige können sogar eine Hirnhautentzündung entwickeln, wodurch die Hirnnerven geschädigt werden.

Die Folgen der Hirnnerven-Schädigung können sein:

  • Lähmung der Augenmuskeln
  • Schwindel
  • Sehstörung oder
  • Taubheit

Wird von der Krankheit das Gehirn befallen, entsteht eine chronische Gehirnentzündung. Dabei können die betroffenen Patienten eine Gedächtnis- oder Konzentrationsstörung entwickeln oder ihre Persönlichkeit verändern.

Darüber hinaus sind epileptische Anfälle, Depressionen oder Wahnvorstellungen möglich.

Wird die Gehirnentzündung nicht behandelt, kann der Patient innerhalb von fünf Jahren versterben.

Hinweis zur Behandlung

Syphilis mit einem Antibiotika wie Doxycyclin behandelt.

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Autor:
patrick geschlechtskrankheiten-hilfe autorMein Name ist Patrick Propst – Ich bin Autor für Geschlechtskrankheiten-Hilfe.com. Seit einigen Jahren studiere ich an der DIU-Gesundheitswissenschaften und Medizin.

Alle Artikel entsprechen den aktuellen gesundheitlichen Stand und sind sorgfältig recherchiert worden. Zu allen Informationen werden Quellen angegeben und werden stets aktuell gehalten.

Meine Beiträge dienen der kostenfreien Auskunft über verschiedene Geschlechtskrankheiten und deren Behandlungsmethoden.

Dennoch ersetzen keine Informationen einen Arztbesuch.

Veröffentlicht am: 2. September 2019