Symptome & Tests von Geschlechtskrankheiten

Sollte ein gewisser Verdacht auf die Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit bestehen, so ist es natürlich ratsam, die eigenen Symptome selbst einschätzen zu können. Dies macht es möglich, so schnell wie möglich eine adäquate Behandlung zu starten. Nun gibt es bei vielen Krankheiten ganz charakteristische Symptome, die es möglich machen, die Lage noch genauer einzuschätzen. Wer sich deshalb einen Überblick verschaffen möchte, sollte auf jeden Fall auf gewisse Merkmale achten.

symptome

Leide ich an Tripper?

Vor allem bei Schmerzen, die beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr auftreten, sollte man auf jeden Fall aufmerksam werden. Nun kommt es auf die weiteren Symptome an, die in genau diesem Zusammenhang auftreten. Bei Männern ist es dann sehr wahrscheinlich, dass es zu gewissen Rötungen und Schwellungen im Bereich der Genitalien kommt. Gleichzeitig treten dort sehr häufig Symptome auf, die einer Entzündung der Harnröhre sehr stark gleichen. Kommt dann noch ein morgendlicher weißlicher Ausfluss hinzu, der als das sogenannte Bonjour Tröpfchen bezeichnet wird, so ist von einer Ansteckung mit Tripper (Gonorrhoe) auszugehen.

Bei Frauen tritt dieser Ausfluss so nicht auf, hier handelt es sich um ein eitriges Sekret, welches vermehrt aus der Vagina strömt.

Sollte sich die Erkrankung dabei sogar bereits in einem eher fortgeschrittenen Stadium befinden, so ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch mit einer erhöhten Temperatur des Körpers, sowie einem allgemeinen Unwohlsein einhergeht. Es müssen nicht unbedingt alle diese Symptome geschlossen auftreten, um wirklich von einer Infektion mit Tripper ausgehen zu können. Stattdessen gibt es dabei stets gewisse individuelle Unterschiede bei der Reaktion, die mit in die Betrachtung einbezogen werden müssen.

Liegt eine Infektion mit Chlamydien vor?

Dass sich eine Person mit Chlamydien ansteckt, ist grundsätzlich sehr wahrscheinlich. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass dies eben die Geschlechtskrankheit ist, die in Deutschland mit Abstand am häufigsten vorkommt. Auch hier gilt es aber für eine erste Einschätzung auf den eigenen Körper zu hören, und die entsprechenden Symptome genau wahrzunehmen.

Hierzu zählt unter anderem ein starker Juckreiz, der sich im Bereich der Genitalien ausbildet. Nach den Erfahrungen von vielen Erkrankten gewinnt er an Intensität, wenn die Krankheit in ihrer Entwicklung weiter voranschreitet.

Auf der anderen Seite kann es bei Frauen wie auch bei Männern zu einem Ausfluss kommen. Wie schon beim Tripper treten auch bei einer Infektion mit Chlamydien gewisse Schmerzen auf, die vor allem beim Wasserlassen sehr deutlich zu spüren sind.

Frauen können gleichzeitig auf unregelmäßige Blutungen achten, die ebenfalls auf die Ansteckung mit Chlamydien aufmerksam machen. Am Ende gleichen die Symptome denen des Trippers sehr stark, weshalb oft nur ein Test bei einem Arzt zeigen kann, welche der beiden Erkrankungen nun genau vorliegt.

Bin ich von Feigwarzen betroffen?

Eine leicht zu erkennende, aber dennoch nicht zu unterschätzende Geschlechtskrankheit sind die Feigwarzen. Diese bilden sich dann aus, wenn der virale Erreger den Weg in den Körper findet. Am schnellsten kann man die Ansteckung dann daran erkennen, dass sich kleine Bläschen und Geschwülste ausbilden, die im Bereich der Genitalien zu finden sind.

Auf diese gilt es besondere Rücksicht zu nehmen, was daran liegt, dass sie in ihrem Inneren die Erreger in einer sehr hohen Konzentration enthalten, was die Gefahr von einer Ansteckung deutlich erhöht. Gleichzeitig ist es bei den Feigwarzen immer wieder so, dass sich kleine Risse in der Haut bilden. Diese sind nicht nur ein äußerst unschönes Symptom von der Krankheit, sie sorgen zugleich auch dafür, dass die Entstehung von weiteren Erkrankungen im Körper auf jeden Fall begünstigt wird.

Gleichzeitig sorgen die im Körper befindlichen Viren dafür, dass unter anderem eben auch die Entstehung von Krebs ganz klar begünstigt wird. Auch aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter Feigwarzen leiden sollten. Durch eine gute Behandlung lassen sich auch so schlimme langfristige Folgen so gut wie nur möglich verhindern.

Wie erkenne ich eine Bakterielle Vaginose?

Gerade in Bezug auf die Bakterielle Vaginose sind sich viele Frauen in der Tat sehr unsicher, um was für eine Art der Erkrankung es sich denn nun am Ende des Tages handelt. Dabei ist es vor allem hier wichtig, direkt die richtige Entscheidung treffen zu können. Vor allem ist es der sehr unangenehme Geruch, der sich bei den Symptomen in den Vordergrund zu drängen scheint.

Der Genitalbereich beginnt in dieser Phase einen sehr unangenehmen und beißenden fischigen Geruch zu entwickeln, der die meisten Frauen peinlich berührt.

Die Bakterielle Vaginose lässt sich aber auch noch dadurch erkennen, dass in den verschiedenen Stadien eben ein Juckreiz im Genitalbereich entsteht, der ebenfalls klar auf eine Vaginose hinweist. Da es sich bei der Erkrankung allerdings nur um ein Ungleichgewicht in der bakteriellen Flora der Vagina handelt, ist es in der heutigen Zeit sehr gut möglich, mit einer Behandlung dagegen vorzugehen.

Die Mykoplasmeninfektion – eine schwierige Einschätzung

Natürlich gibt es auch heute noch einige Geschlechtskrankheiten, die sich nicht so einfach charakterisieren lassen. Dazu zählt unter anderem eben auch die Mykoplasmeninfektion, welche aktuell eine große Aufmerksamkeit erregt.

Während die Symptome bei den Frauen eben denen von einer Infektion mit Chlamydien sehr ähnlich sind, ist es bei Männern eher eine Ansteckung mit Tripper, die der Mykoplasmeninfektion sehr ähnlich ist.

Hier handelt es sich in der Tat um eine gewisse Grauzone, in der es unter eigener Regie nur sehr schwer möglich ist, eine wirklich gute Entscheidung zu treffen. Hier gilt es also auf jeden Fall einen guten Arzt um Rat zu fragen, der die Möglichkeit hat, eine noch genauere Einschätzung der Lage vorzunehmen.