Schutzmöglichkeiten vor Geschlechtskrankheiten

Da es auch in unserer europäischen Region inzwischen eine große Zahl an unterschiedlichen Geschlechtskrankheiten gibt, stellt sich im Umkehrschluss direkt die Frage, wie das Risiko einer Ansteckung eingedämmt werden kann. Dazu bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, die es allerdings auch nicht fertigbringen, für eine Garantie zu sorgen.

Stattdessen kann man in jedem Fall nur von einer klaren Verringerung des Risikos sprechen, da ein vollständiger Ausschluss der Gefahr der Ansteckung selbst hier noch immer nicht möglich ist.

Um sich selbst vor den Risiken schützen zu können, sollten folgende Wege mit in Betracht gezogen werden – hier finden Sie einige Schutzmöglichkeiten, Tipps & Tricks.

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Die Verwendung von einem Kondom

Es gibt tatsächlich bereits viele Ratschläge, die die Verwendung von einem Kondom anpreisen. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass dieses Verhütungsmittel eben nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern zugleich auch vor sehr vielen unterschiedlichen Geschlechtskrankheiten schützen kann. Dies geschieht dadurch, dass der direkte Kontakt der Schleimhäute verhindert wird, sodass die Erreger beim Geschlechtsverkehr nicht mehr übertragen werden.

Die größte Gefahr, die sich daraus ergeben kann, tritt schließlich bei einer nicht ordnungsgemäßen Anwendung auf. Werden Kondome dagegen richtig eingesetzt, so besteht kaum mehr ein Grund, sich in Bezug auf eine mögliche Ansteckung Sorgen zu machen.

Gerade wenn man selbst zu wechselnden Sexualpartnern neigt, ist es sehr zu empfehlen, dabei auf ein Kondom zu setzen. Somit kann auch hier das Risiko einer Ansteckung mit fast allen bekannten Geschlechtskrankheiten auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen beim Sex

Tatsächlich kann selbst bei der Verwendung von einem Kondom keine Garantie gegeben werden. Deshalb ist es sehr zu empfehlen, in Bezug auf Safer Sex auch auf andere Dinge zu achten. Sollten bei einem Partner zum Beispiel sichtbare Veränderungen der Haut, wie zum Beispiel kleine Bläschen oder unnatürliche Rötungen zu sehen sein, so gilt es, den Kontakt mit diesen Stellen möglichst zu vermeiden.

Schließlich gibt es einige Krankheitserreger, die bei Hautkontakt übertragen werden können, wobei sie durch kleinste Risse in den Körper gelangen.

Bei Bläschen und Geschwülsten ist zusätzliche Vorsicht geboten, da es sich hierbei oft um virale Erreger handelt. Diese befinden sich innerhalb der Bläschen oft in einer sehr konzentrierten Form, weshalb die Gefahr der Ansteckung besonders hoch ist.

Impfungen

Wer sich vor einer herkömmlichen Krankheit schützen möchte, der macht sich dabei oft das Prinzip der Impfung zunutze. Dort werden geschwächte und damit ungefährliche Krankheitserreger zugeführt, was den Körper zur Bildung von Antikörpern veranlasst. Nun kann sich das Immunsystem selbst gegen die echten Krankheitserreger zur Wehr setzen, wenn es zu einer Infektion kommen sollte.

Auch bei manchen Geschlechtskrankheiten ist es inzwischen möglich, sich mit einer Impfung einen gewissen Schutz zu verschaffen.

So kann man den Körper zum Beispiel vor dem humanen Papillomaviren schützen, die ursächlich für Feigwarzen sind. Da aber eine Impfung nicht rückwirkend möglich ist, sollte sie in möglichst jungen Jahren durchgeführt werden.

Nach dem ersten Geschlechtsverkehr ist es schließlich möglich, dass sich die Viren bereits latent im Körper befinden. Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich nur wenige Geschlechtskrankheiten, zu denen die moderne Medizin tatsächlich schon die Impfung als adäquaten Schutz anzubieten hat.

Ausreichende Körperhygiene

Selbst wer sich selbst als sauber und reinlich beschreibt, kann die Gefahr der Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit noch dadurch verringern, dass bei der Hygiene auf bestimmte Dinge geachtet wird. Manche Viren und Bakterien, die ursächlich für eine Geschlechtskrankheit sind, können auch außerhalb des Körpers für einige Zeit überleben.

Selbst das Teilen eines Handtuchs, oder aber die gemeinsame Verwendung von einem Sexspielzeug, können daher zu einer Ansteckung führen. Eine besondere Hygiene an diesen Punkten kann ebenfalls einen Teil dazu beitragen, dass sich bestimmte Vorteile ergeben.

Auf der anderen Seite ist es vor allem bei Frauen manchmal kontraproduktiv, wenn die Hygiene im Intimbereich überhandnimmt. Dies liegt daran, dass die Haut normalerweise einen gewissen sauren PH-Wert besitzt, welcher manche Erreger bereits abtöten kann.

Durch eine übermäßige Verwendung von Pflegeprodukten kann es nun dazu kommen, dass dieser natürliche Schutzschild eingeschränkt wird, was es für die Erreger einfacher macht, in den Körper zu dringen.

Zu aggressive Pflegeprodukte können bei Frauen zudem auch zu einer Bakteriellen Vaginose führen, die ebenfalls verhindert werden sollte. Es gilt also, ein gesundes Mittelmaß zu finden, welches dann einen großen Teil zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten beitragen kann.

Regelmäßige Kontrollen

Dies ist in gewisser Weise ein Weg, der nicht unbedingt darauf abzielt, die Ansteckung zu verhindern. Stattdessen ist es so vielmehr möglich, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. In erster Linie ist es also wichtig, sich regelmäßig von einem Arzt durchchecken zu lassen. Zum einen kann es natürlich eine normale Kontrolle sein, die nicht speziell auf Geschlechtskrankheiten abzielt, und die einmal pro Jahr kostenlos in Anspruch genommen werden kann.

Sollten sich die Erreger im Körper befinden, so werden sie selbst bei einer derart allgemeinen Kontrolle auf jeden Fall entdeckt. Auf der anderen Seite kann es natürlich auch ein spezifischer Test auf eine Ansteckung sein, der beim Arzt durchgeführt, und von der Krankenkasse bezahlt wird.

Auf diese Untersuchung kann man nicht nur dann setzen, wenn bereits Symptome von einer Erkrankung vorzufinden sind. Stattdessen ist es bereits viel früher möglich, sich auf diese Art Gewissheit zu verschaffen. Je früher die Erreger schließlich innerhalb des Körpers entdeckt werden können, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit von einer erfolgreichen Behandlung.

Fazit

Ein wirklich 100-prozentiger Schutz vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten ist eigentlich nur bei einem kompletten Verzicht auf Sex möglich, wozu kaum jemand bereit sein wird. Aus diesem Grund kann über die Verringerung des Kontaktes der Schleimhäute, mittels eines Kondoms, zumindest das Risiko sehr deutlich verringert werden.

In Kombination mit einer guten und offenen Kommunikation ist es so nicht mehr notwendig, sich zu große Sorgen zu machen.