Partnerinformationen bei Geschlechtskrankheiten

Gerade das Thema Geschlechtskrankheiten wird in unserer Gesellschaft bekanntlich nur sehr ungerne und zögerlich angesprochen. Doch gerade diese Verschwiegenheit ist einer der Gründe dafür, weshalb viele Krankheiten trotz der modernen Medizin noch immer so weit verbreitet sind. Am Ende ist es also von großer Bedeutung, sich selbst einige Gedanken zu genau diesem Thema zu machen.

Vor allem in der Kommunikation mit dem eigenen Partner gibt es einige Punkte, die man auf jeden Fall beachten sollte, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Selbst in der innigsten Beziehung fällt es vielen Personen schließlich noch immer schwer, offen darüber zu reden, wenn vielleicht der Verdacht auf eine solche Erkrankung besteht.

Doch warum ist dies von so großer Bedeutung, und welche weiteren Schritte können innerhalb einer Partnerschaft im Rahmen von einer Ansteckung folgen?

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Was sollte beachtet werden?

In vielen Fällen entdeckt einer der Partner an sich die Symptome einer Geschlechtskrankheit, ohne dabei aber selbst Gewissheit zu haben.

Wichtig ist es nun, so früh wie nur möglich mit dem Partner darüber zu reden.

Dies liegt auch daran, dass sich eben nur so die Möglichkeit bietet, aktiv etwas gegen die Krankheit zu unternehmen. Viele fürchten sich nun davor, dass es zu einer Krise in der Beziehung kommen würde, wenn diese Tatsache ans Licht kommt. Dabei wäre es die ganz logische Reaktion, wenn die andere Person dankbar dafür wäre, dass eben die Möglichkeit zur Kommunikation geboten wird.

Schließlich ist dies eigentlich nach wie vor der einzige Weg, auf dem das Problem am Ende des Tages aktiv beseitigt werden kann.

Gleichzeitig wird auf diese Art die Möglichkeit aus der Welt geschaffen, dass die Erreger noch weiter Schaden im Körper anrichten können. Es gibt schließlich einige Beispiele, in denen zum Beispiel auch das Risiko einer Krebserkrankung, durch das Vorkommen der Erreger im Körper erhöht wird.

Die Risiken des Schweigens

An einem Beispiel lässt sich sehr gut verdeutlichen, welche Missstände sich innerhalb von einer Beziehung einstellen können, wenn es eben nicht zu einem offenen und auch vertrauenswürdigen Gespräch kommen sollte. Zuerst wäre natürlich die unmittelbare Ansteckung des eigenen Partners beim Geschlechtsverkehr die Folge, die sich einfach oft nicht verhindern lässt.

Nicht selten ist es sogar so, dass die andere Person bereits mit den Erregern infiziert wurde, aber aus individuellen Gründen keine Symptome ausbildet, weshalb erst einmal keine entsprechende Behandlung in die Wege geleitet werden kann.

Selbst wenn sich nun einer der Partner für eine Behandlung der Erkrankung entscheiden würde, lassen sich die Erreger selbst nicht mehr endgültig aus dem Körper entfernen. Dies liegt daran, dass es bei jedem weiteren sexuellen Kontakt mit dem eigenen Partner möglich ist, eine wechselseitige Ansteckung mit den Viren oder Bakterien zu implizieren.

Die offene Kommunikation in der Beziehung

Natürlich ist es vor allen Dingen das Gespräch selbst, vor dem sich viele Menschen fürchten. Dabei wäre es in einer gesunden Beziehung absolut verständlich, dass auch der Partner eine verständnisvolle Reaktion zeigt. Schließlich gelingt es nur über das Gespräch, auch den Partner auf die Ansteckung aufmerksam zu machen. Wäre dies nicht der Fall, so hätte dieser schließlich nicht die Möglichkeit, selbst mit der Behandlung von der Krankheit zu beginnen.

Gerade wenn sich die Erreger dann latent im Körper befinden, besteht zu jeder Zeit die Gefahr, dass es auch zu der Ausbildung von langfristigen Folgen kommt, die sich dann eben nicht mehr so einfach kompensieren lassen.

Wer also diese Dinge beachtet, kann am Ende die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Gleichzeitig ist es in der Regel wichtig, auch das gemeinsame Gespräch mit einem Arzt zu suchen. Es gibt nämlich für Paare andere Methoden für eine Behandlung, die dann zum Einsatz kommen können. Hier geht es unter anderem eben um eine gemeinsame Therapie, die dann dazu führt, dass sich die Erreger auch nicht mehr zu einer wechselseitigen Ansteckung eignen.

Wie damit umgehen?

Sehr häufig wird nach der Aufdeckung von einer solchen Tatsache der Vorwurf gemacht, die plötzliche Infektion mit den Erregern hätte etwas mit einem Seitensprung zu tun. Dies ist eine fälschliche Unterstellung, denn natürlich erhöhen wechselnde Sexualpartner das Risiko einer Ansteckung, doch es lässt sich bei weitem kein Rückschluss darauf ziehen.

Denn daneben gibt es noch viele weitere Faktoren, die hier eine wichtige Rolle spielen.

So kann es zum Beispiel sein, dass sich die Erreger über längere Perioden bereits im Körper befunden haben, es aber einfach nicht direkt zu einer Ausbildung von Symptomen gekommen ist. Gleichzeitig gibt es viele Krankheiten, die auch über eine Schmierinfektion übertragen werden können. Sogar durch die normale Bewegung im öffentlichen Raum ist es in der Folge möglich, sich mit den Geschlechtskrankheiten zu infizieren. Dem Partner an dieser Stelle also den Vorwurf zu machen, selbst untreu zu sein, ist hier nicht angebracht, und führt auch nicht dazu, dass das Problem innerhalb der Beziehung schneller zu lösen ist.

Die moralisch richtige Herangehensweise

Am Ende liegt die moralische Pflicht der Kommunikation eben auf der Seite des Partners, der auf die Symptome einer Geschlechtskrankheit aufmerksam geworden ist. Werden diese nun einfach verschwiegen, so kann dadurch ein großer Schaden entstehen. Zum einen ist es natürlich die allgemeine weitere Verbreitung der Krankheit, die auf diese Art ganz klar begünstigt wird.

Zum anderen kann der Partner eben stark in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn es zu einer Ansteckung kommt.

Schließlich ist es aber auch die eigene Gesundheit, die durch eine stetige wechselseitige Ansteckung mit den Erregern stark in Mitleidenschaft gezogen werden kann, weshalb so früh wie möglich das Gespräch mit dem Partner, und dann auch mit dem Arzt gesucht werden sollte.