Ursachen einer Mykoplasmeninfektion

Es gibt in der Tat unterschiedliche Wege, die zu einer Mykoplasmeninfektion führen können. Dabei gilt es darauf zu achten, wie es denn nun möglich ist, das Risiko der Übertragung der Bakterien auf der einen Seite so gut wie eben möglich zu reduzieren. In der Praxis ist genau dies schließlich einer der besten Wege, um verschiedene Erfolge in Bezug auf die Behandlung zu erzielen.

Während bei vielen Geschlechtskrankheiten der einfache Rückschluss auf ungeschützten Geschlechtsverkehr gezogen werden kann, ist dies in Bezug auf die Mykoplasmeninfektion nicht so einfach möglich. Die kleinen Mykoplasmen können nämlich nicht nur selbst zu einer Infektion führen, sondern sorgen zugleich dafür, dass andere Infektionen gleichzeitig ebenso beeinflusst und begünstigt werden. Von den Mykoplasmen, also den verantwortlichen Bakterien, gibt es ebenfalls unterschiedliche Stämme. Manche davon werden nicht ausschließlich als Geschlechtskrankheit charakterisiert, da sie zum Teil noch auf anderem Wege von Mensch zu Mensch übertragen werden können.

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Die Wege der Ansteckung einer Mykoplasmeninfektion

Damit die Bakterien übertragen werden können, braucht es zuerst einmal eine infizierte Person. In manchen Fällen weiß diese selbst nichts von ihrer Ansteckung, da nicht in jedem Fall direkt die charakteristischen Symptome auftreten. Die Bakterien selbst befinden sich dabei allerdings im Körper, und damit auch in der vaginalen Flüssigkeit beziehungsweise dem Sperma. Ansonsten sind sie vor allem Dingen an der Oberfläche der Haut des Genitaltraktes zu finden. Kommt es nun zum ungeschützten Geschlechtsverkehr, so ist es über genau diese Flüssigkeiten sehr wahrscheinlich, dass die Bakterien übertragen werden. Am Ende spielt es dabei keine besonders wichtige Rolle, ob es sich um vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr handelt. Außerhalb des menschlichen Körpers können die Mykoplasmen dagegen nur sehr schlecht überleben. Dies liegt unter anderem an dem zu kühlen Klima, aufgrund dessen sie nach kurzer Zeit absterben. Durch das gemeinsame Trinken aus einem Glas oder dem Teilen von einem Handtuch ist es aus diesem Grund nicht möglich, sich mit der Geschlechtskrankheit zu infizieren.

Bevor es bei der nun infizierten Person ebenfalls zur Ausbildung der Krankheit kommen kann, müssen die Mykoplasmen zuerst einmal eine Wirtszelle befallen. Je mehr Zellen in diesem Rahmen von den Bakterien befallen werden, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die wenig schönen langfristigen Folgen der Krankheit an die Oberfläche treten. Dazu zählt zum Beispiel auch die irreversible Unfruchtbarkeit von Mann und Frau, die beim Ausbleiben einer Behandlung eben nicht ausgeschlossen werden kann.

Besondere Risikogruppen einer Mykoplasmeninfektion

Im Rahmen der Mykoplasmeninfektion gibt es unterschiedliche Risikogruppen, bei denen besondere Maßnahmen ergriffen werden. Dennoch kann man nicht davon sprechen, dass es sich um eine Krankheit handelt, unter der nur gewisse Gruppen leiden. Stattdessen ist es tatsächlich so, dass sie im Grunde aus der Mitte von der Gesellschaft kommt. Bei der Ansteckung selbst ist es vor allem die sexuell sehr aktive Gruppe der Bevölkerung der Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Die Rate der Ansteckung ist in diesen Jahren nach den neuesten Erkenntnissen besonders hoch. Auf der anderen Seite gibt es verschiedene Gruppen, bei denen unbedingt eine zeitnahe Behandlung erforderlich wäre. Unter anderem handelt es sich hierbei um Neugeborene, die durch die infizierte Mutter in Kontakt mit den Erregern gekommen sind. Gleichzeitig sollten sich auch schwangere Frauen selbst bei einem leisen Verdacht direkt einer Untersuchung unterziehen. Dies liegt unter anderem daran, dass eine vorhandene Infektion unter anderem eben auch dafür sorgen kann, dass das Risiko von einer Frühgeburt erhöht wird.

Vorbeugung gegen die Mykoplasmeninfektion

Wie bei so vielen Geschlechtskrankheiten geht es auch bei den Mykoplasmen darum, dass der direkte Kontakt der Schleimhäute beziehungsweise der Austausch von Körperflüssigkeit verhindert wird. Den besten Schutz, der in der heutigen Zeit verfügbar ist, stellt dabei die Verwendung von einem klassischen Kondom dar. Dieses schafft es zwar ebenfalls nicht, das Risiko von einer Ansteckung ganz aus der Welt zu schaffen, doch die Gefahr lässt signifikant nach. Gleichzeitig sollten infizierte Personen aus eigenem Interesse und auch aus der moralischen Pflicht gegenüber den Mitmenschen darauf verzichten, weiterhin dem ungeschützten Geschlechtsverkehr nachzugehen. Eine offene Kommunikation kann dabei helfen, das Risiko zu verringern und die weitere Verbreitung der Krankheit selbst zu stoppen. Selbst während einer laufenden Behandlung ist es schließlich noch möglich, die Erreger an die eigenen Sexualpartner zu übertragen. Gibt der Arzt schließlich in einer Nachkontrolle das ersehnte grüne Licht, so ist die Gefahr der Ansteckung dagegen endgültig gebannt.