Mykoplasmeninfektion (Hauptseite)

Das genitale Mykoplasma zählt mit zu den wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten, doch sein eigentliches Wesen lässt sich dabei eher schwer beschreiben. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass die auftretenden Symptome oft nur sehr schwer eingeordnet werden können, da sie vor allem denen von Tripper und Chlamydien sehr ähnlich sind.

Gleichzeitig ist es so, dass die Erreger direkt unterschiedliche weitere Krankheiten nach sich ziehen können. Eine unbehandelte Infektion kann schlimmere Langzeitfolgen nach sich ziehen, weshalb der Besuch beim Arzt unbedingt erfolgen sollte.

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mykoplasmeninfektion

Definition und Herkunft

Die Mykoplasmeninfektion selbst wird von Bakterien ausgelöst, die vor allem über den ungeschützten Geschlechtsverkehr von Mensch zu Mensch übertragen werden. Daneben gibt es noch einige andere Formen der Erkrankung, die sogar über eine Schmierinfektion übertragen werden können, dabei aber weniger gefährlich sind.

Die Bakterien, welche für die als Geschlechtskrankheit definierte Mykoplasmeninfektion verantwortlich sind, besitzen zudem keine feste Zellwand.

Dieser kleine Unterschied hatte sich über Jahre hinweg negativ auf die verfügbaren Methoden zur Behandlung ausgewirkt. Denn die herkömmlichen Arten des Antibiotika sind stets darauf ausgelegt, vor allem die Zellwände der Erreger im Körper anzugreifen.

Die Ursache der Mykoplasmeninfektion

Für die Ansteckung mit den Mykoplasmen ist in erster Linie der ungeschützte Geschlechtsverkehr verantwortlich. Dort haben die Erreger die Möglichkeit, sich im Rahmen der ausgetauschten Körperflüssigkeiten in den Körper der anderen Person fortzubewegen. Am Ende hat die Art des Sexualverkehrs gar keinen so entscheidenden Einfluss auf die Rate der Übertragung.

Lediglich beim Oralverkehr gehen Experten aufgrund von Speichel und Magenflüssigkeit von einem etwas geringeren Risiko einer Ansteckung aus.

Von dieser Hauptursache lässt sich nun natürlich direkt ein erster Weg zur Vorbeugung einer Mykoplasmeninfektion ableiten. Wieder einmal geht es darum, dass die klassische Verwendung eines Kondoms einen sehr guten Schutz bieten kann, da die Rate der Ansteckung verringert wird. Eine absolute Garantie kann jedoch auch beim Einsatz dieses Verhütungsmittels aktuell nicht gegeben werden.

Die Symptome einer Mykoplasmeninfektion

Die Symptome von einer derartigen Ansteckung sind stets ein wichtiges Indiz dafür, dass eine Behandlung erforderlich ist. Gerade deshalb sollten sie selbst in ihrem Anfangsstadium auf keinen Fall ignoriert werden. Sie besitzen vor allem deshalb eine so wichtige Bedeutung, weil sie der jeweiligen Person ganz klar zeigen können, wie wichtig die Implementierung einer Behandlung nun wäre.

Leider haben die Erfahrungen vieler Ärzte gezeigt, dass nicht jede Person nach einer Ansteckung direkt Symptome ausbildet, weshalb die Mykoplasmeninfektion oft unerkannt bleibt.

Gerade dadurch wird die Gefahr der weiteren Ausbreitung natürlich weiter verstärkt.

Die Symptome bei Frauen

Die Symptome der Ansteckung mit einem genitalen Mykoplasma gleichen denen einer Chlamydieninfektion. Dies bedeutet, dass mit folgenden Erscheinungen gerechnet werden sollte:

  • Entzündungen im Bereich der Genitalien
  • übelriechender Ausfluss
  • starker Juckreiz
  • unregelmäßige Blutungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Gleichzeitig zeigt sich bei Frauen häufig eine gewisse Korrelation mit einer bakteriellen Vaginose.

Das geschlossene Auftreten von mehreren solchen Symptomen sollte deshalb auf jeden Fall der Anreiz für einen Gang zum Arzt sein, um genauere Diagnosen stellen zu können.

Eine spezielle Risikogruppe stellen zudem die schwangeren Frauen dar.

Dies liegt vor allem daran, dass sich spätestens bei der Geburt die Erreger auch auf das Neugeborene Baby übertragen können. Gleichzeitig weisen verschiedene Wissenschaftler darauf hin, dass sich mit der Infektion sogar das Risiko von einer Frühgeburt noch erhöhen kann. Ein Test kann im Vorfeld die notwendige Gewissheit verschaffen, damit entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden können.

Die Symptome bei Männern

Liegt dagegen bei einem Mann eine akute Ansteckung mit Mykoplasmen vor, so fällt es in der Praxis oft schwer, diese von einer Infektion mit Tripper zu unterscheiden. Dies bedeutet, dass folgende Symptome vermehrt vorzufinden sind:

  • Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr
  • Entzündung der Harnröhre
  • Ausfluss aus der Harnröhre
  • Schmerzen und Schwellungen im Genitalbereich

Hier fällt die Differenzierung zwischen verschiedenen bekannten Krankheiten also ebenfalls schwer.

Für den Laien bietet sich daher kaum die Möglichkeit, selbst eine zutreffende Diagnose zu stellen, sodass häufig nur ein spezieller Test Abhilfe schaffen kann. Da die hierbei auftretenden Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen werden, ist dieser Schritt wärmstens zu empfehlen.

Die Behandlung einer Mykoplasmeninfektion

Der letzte wichtige Schritt ist natürlich die Behandlung von einer derartigen Infektion. Die gute Nachricht ist, dass mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten schnell Fortschritte erzielt werden können, sodass eine Heilung in Aussicht gestellt werden kann. Auf der anderen Seite stehen eben auch die langfristigen Schäden, die sich bei einer sehr spät eingesetzten oder ausbleibenden Behandlung der Ansteckung mit Mykoplasmen einstellen können.

Dies kann sowohl bei Frauen wie auch bei Männern sogar zu einer Unfruchtbarkeit führen, die zum Teil sogar irreversibel ist.

Die eingesetzten Medikamente

Bei einer unspezifischen Behandlung kann zum Beispiel ein Medikament wie Azithromycin sehr gute Wirkungen erzielen. Hier handelt es sich aber um ein unspezifisches Antibiotikum, welches also keinen gezielten Einfluss auf die Mykoplasmen selbst hat. Im ärztlichen Bereich werden deshalb sehr gerne Tetracycline wie zum Beispiel Doxycyclin eingesetzt.

Es bietet sich dabei durchaus ein gewisser Spielraum für den Arzt, welche Medikamente am Ende mit den größten Erfolg versprechen. Bei Kindern, die bei der Geburt infiziert wurden, oder aber schwangeren Frauen werden daher weitaus schonendere Medikamente eingesetzt, die den Zeitrahmen der Therapie dann unter Umständen etwas verlängern.

Ein Arzt hat hier die Möglichkeit, ganz gezielt auf die vielen individuellen Faktoren einzugehen. Gerade aus diesem Grund ist es durchaus zu empfehlen, sich selbst auf den bloßen Verdacht einer Ansteckung hin mit einem derartigen Fachmann in Verbindung zu setzen. Um sich das Schamgefühl zu ersparen, mit dem der Gang zum Arzt bei vielen zu Unrecht behaftet ist, möchten viele eine eigene Behandlung erreichen. Um die dafür erforderlichen Medikamente zu erhalten, ist es aber notwendig, sich mit einer speziellen Online-Konsultation vertraut zu machen, da diese sonst der Verschreibungspflicht unterliegen.

Der Abschluss der Behandlung

Eine Behandlung selbst hat dabei stets einen festgelegten zeitlichen Rahmen, der nicht unterschritten werden sollte, da es sonst zur Bildung von Resistenzen kommen kann.

Des Weiteren ist es selbst nach dem Abklingen der Symptome noch immer nicht zu empfehlen, dem ungeschützten Geschlechtsverkehr nachzugehen.

Dies liegt daran, dass die Krankheit selbst noch immer ansteckend ist, wobei es in festen Partnerschaften zu dem sogenannten „Ping-Pong-Effekt“ kommen kann.

In der Regel bietet sich nach sieben bis zehn Tagen bei einer Nachkontrolle beim Arzt die Möglichkeit, endlich Klarheit in die Sache zu bringen. Des Weiteren ist es natürlich die offene Kommunikation mit den eigenen Sexualpartnern, die in Bezug auf die Ansteckung von sehr großer Bedeutung ist.