Ursachen einer Harnröhrenentzündung

Wer sich mit dem Thema der Harnröhrenentzündung befasst, den wird es selbstverständlich auch interessieren, wie genau diese denn nun in der Praxis hervorgerufen wird. Von Seiten der Experten gibt es dazu inzwischen sehr klare Angaben, aus denen sich die entsprechenden Rückschlüsse ableiten lassen. Vordergründig ist es von Bedeutung, hieraus auch entsprechende Maßnahmen zur Verbeugung ziehen zu können.

Der Vollständigkeit halber sollte dabei natürlich auch erwähnt werden, dass die Entzündung der Harnröhre unter anderem auch nur ein Symptom der Infektion mit Tripper sein kann.

In diesem Fall würde man aber von einer gonorrhoischen Urethritis sprechen, welche dann auf eine andere Art behandelt werden würde. Im Zweifel muss hier natürlich der Mediziner entscheiden, welche weiteren Maßnahmen eingesetzt werden sollen.

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Chlamydien als Hauptursache der Entzündung

Bereits zu Beginn kann dabei auf die sogenannten Chlamydien verwiesen werden, die als die Hauptursache für eine klassische Harnröhrenentzündung gelten. Dabei handelt es sich um Bakterien, die vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr sehr häufig von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sehr häufig führt die Infektion zu einer Harnröhrenentzündung, doch es gibt noch andere Symptome, die auf eine Ansteckung hinweisen.

Nach neuesten Studien konnte man erkennen, dass in etwa die Hälfte aller Fälle einer Harnröhrenentzündung auf eine Infektion mit den Chlamydien zurückzuführen sind.

Dabei ist es sehr gut möglich, mit einem ganz normalen Antibiotikum gegen die Erreger im Körper vorzugehen. Innerhalb von wenigen Tagen gelingt es auf diesem Wege, eine deutliche Besserung der Symptome zu erreichen. Nach in etwa einer Woche kann eine derartige Therapie sogar als abgeschlossen betrachtet werden.

Weitere Ursachen der Harnröhrenentzündung

Es gibt noch weitere Wege, auf denen eine Infektion erfolgen kann. Neben den Bakterien gibt es nämlich auch verschiedene Viren, die in der Praxis für dieses Phänomen sorgen können. Dabei sprechen Experten vor allen Dingen von den HP-Viren, die dabei für den Menschen ein besonderes Risiko darstellen. Ein besonderes Risiko stellt dabei der Trichomonas Vaginalis da, ein Virus, der auch für die Ansteckung mit der Geschlechtskrankheit Trichomoniasis verantwortlich gemacht werden kann.

Verschiedene Herpesviren können ebenfalls eine derartige Infektion zur Folge haben. Übertragen werden diese ebenfalls beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Stellt sich bei einer ärztlichen Untersuchung heraus, dass tatsächlich Viren für die Harnröhrenentzündung verantwortlich sind, so wird die darauffolgende Behandlung natürlich entsprechend angepasst, da Antibiotika keinen Schutz vor viralen Erregern bieten.

Neben all diesen Möglichkeiten zur Ansteckung über einen Erreger ist es zudem möglich, dass der Entzündung der Harnröhre eigentlich eine mechanische Ursache zugrunde liegt. Dies kann zum Beispiel Geschlechtsverkehr in einem besonders hohen oder auch intensiven Maße sein. Die Symptome unterscheiden sich dabei kaum von denen einer Infektion mit einem Erreger, weshalb oft nur der Test beim Arzt Aufschluss darüber geben kann.

Leider ist es selbst dann in vielen Fällen nicht möglich, dass die Entzündung nach einer etwaigen Abstinenz weiter zurückgeht. Stattdessen kann sie sich unter Umständen sogar noch weiter im Bereich der Genitalien ausbreiten, weshalb auch in diesem Fall an eine medikamentöse Behandlung gedacht werden kann.

Besondere Risikogruppen

Gewisse Untersuchungen zeigen, dass es durchaus einige Gruppen in der Bevölkerung gibt, die einem größeren Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. So sind die Zahlen der Infektionen zum Beispiel bei homosexuellen Männern deutlich erhöht. Auf der anderen Seite ist es wie so oft die Gruppe der 18 bis 24-jährigen, die häufig unter einer Harnröhrenentzündung zu leiden hat.

Dabei kommt es in der Tat stets auch auf die sexuelle Aktivität, sowie die Zahl der eigenen Sexualpartner an.

Insgesamt zeigt sich zudem die Tendenz, dass Männer in etwa 65 Prozent aller Fälle die Betroffenen sind. Gleichzeitig haben diese das Problem, dass die Entzündung aufgrund der Länge der Harnröhre sogar noch schmerzhafter ist, als dies bei Frauen der Fall ist.

Die Vermeidung des Risikos

Um die Ursachen der Ansteckung so gut wie möglich vermeiden zu können, ist natürlich der geschützte Geschlechtsverkehr nach wie vor die beste Möglichkeit. Vor allem die Verwendung von einem Kondom verspricht dabei einen sehr guten, wenn auch nicht 100-prozentigen Schutz. Besonders bei häufig wechselnden Sexualpartnern kann es daher sehr hilfreich sein, auf diese Art der Vorbeugung zu setzen.

Gleichzeitig ist es wichtig, offen über dieses Thema zu sprechen, und bei einer eigenen Ansteckung die Sexualpartner so zeitnah wie möglich zu informieren.

So können unter Umständen direkt die passenden Gegenmaßnahmen in die Wege geleitet werden. Schließlich sollte es so gelingen, die langwierigen und teils chronischen Folgen der Infektion erst gar nicht aufkommen zu lassen.

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