Harnröhrenentzündung (Hauptseite)

Bei der Harnröhrenentzündung handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, welche unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen kann. So ist es zum Beispiel möglich, dass sie durch Chlamydien übertragen wird, die vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr ausgetauscht werden. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, von der weltweit Frauen wie auch Männer betroffen sind.

Rein statistisch gesehen sind es aber die Männer, die etwas häufiger unter einer solchen Ansteckung zu leiden haben.

Zudem muss eine klare Abgrenzung unternommen werden. Denn die Entzündung der Harnröhre kann nicht nur als eigenständige Krankheit, sondern auch als Symptom auftreten. In diesem Fall wird sie von Gonokokken verursacht, und geht mit einer Ansteckung mit Tripper einher. In diesem Falle fällt die Behandlung der Krankheit in der Folge etwas komplexer aus.

Harnröhrenentzündung Themen:

harnroehrenentzuendung

Die Ursachen der Harnröhrenentzündung

Um welche Art der Erreger es sich nun handelt, lässt sich eigentlich nicht genau sagen. Für die Hälfte aller Ansteckungen, durch die die unspezifische Entzündung der Harnröhre hervorgerufen wird, sind aber die Chlamydien verantwortlich.

Daneben gibt es die sogenannten HP-Viren, wie den Trichomonas vaginalis oder Herpesviren. Diese werden ebenfalls beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, weshalb sie für die entsprechenden Symptome sorgen.

In seltenen Fällen kann es aber auch eine mechanische Überreizung des Genitaltraktes sein, die für die Symptome verantwortlich ist. In diesem Fall wird der Arzt dies erkennen, weshalb andere Möglichkeiten der Behandlung in Betracht gezogen werden.

Symptome der Harnröhrenentzündung

Bei einer Entzündung der Harnröhre gibt es einige sehr charakteristische Symptome, die dabei helfen können, die Krankheit selbst richtig einzuordnen. Vordergründig ist es so, dass nicht bei jeder Person in gleichem Maße Symptome ausgebildet werden. In manchen Fällen wird die Entzündung daher erst bemerkt, wenn bereits große Teile des Genitaltraktes entzündet sind. Zu den bedeutendsten Symptomen zählen:

  • übermäßiger Harndrang
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • äußerliche Rötungen
  • starker Juckreiz im Genitalbereich

Das wohl eindeutigste Merkmal ist aber der starke Harndrang, der den Betroffenen bereits wenige Tage nach der Ansteckung auffällt. Besonders ungünstig ist dies in Kombination mit einem brennenden Schmerz, der beim Versuch des Wasserlassens entstehen kann. Gleichzeitig kommt es zu stark juckenden Stellen, die am Penis oder der Vagina vorzufinden sind. In späteren Stadien der akuten Krankheit reicht dies sogar bis hin zu starken äußeren Rötungen, oder aber geschwollenen Stellen.

Bei Frauen wie Männern kann es zudem der so charakteristische Ausfluss aus der Harnröhre sein, der stark auf eine Entzündung hinweist.

Treten die Symptome dabei alle in einem sehr kurzen Abstand und relativ plötzlich auf, so handelt es sich um einen asymptomatischen Verlauf, bei dem die Ansteckung unter Umständen bereits länger zurückliegen kann. In einigen Fällen geht dies sogar noch mit Erbrechen und unregelmäßigen Blutungen bei Frauen einher. In diesem Fall ist es notwendig, sich so schnell wie nur möglich an einen Arzt zu wenden, um direkt mit der entsprechenden Behandlung beginnen zu können.

Die Behandlung der Harnröhrenentzündung (Nicht-gonorrhoische Urethritis)

Im Vorfeld der Behandlung ist es natürlich von sehr großer Bedeutung, dass die richtige Diagnose gestellt werden kann. Erst wenn genau dieser Punkt erfüllt ist, können weitere Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Der Arzt selbst wird daher erst einmal die verschiedenen Symptome in Augenschein nehmen, bevor ein entsprechender Test in Bezug auf die möglichen Erreger der Krankheit durchgeführt werden kann.

In der Regel reicht bereits ein einfacher Abstrich aus, um etwas mehr Klarheit in die ganze Sache zu bringen. Am Ende des Tages sollte es schließlich das Ziel sein, in diesem Bereich genaue Rückschlüsse ziehen zu können.

Neben die einfachen Chlamydien, die sich mit einem Antibiotikum bekämpfen lassen, gibt es schließlich wie bereits angesprochen auch Viren oder mechanische Ursachen für die Entzündung der Harnröhre. Dann wäre es dementsprechend nur wenig erfolgreich, die Behandlung mit einem klassischen Antibiotikum zu starten.

Für die Behandlung stehen an und für sich ganz unterschiedliche Medikamente zur Verfügung, weshalb der Arzt einen gewissen Spielraum hat. Vor allem bei infizierten schwangeren Frauen wird dabei auf eine sehr schonende Art und Weise der Behandlung gesetzt.

Ansonsten sind es vor allem Wirkstoffe und Medikamente wie Azithromycin oder Doxycyclin, mit denen sich die Erreger ganz spezifisch bekämpfen lassen.

Dabei werden diese direkt an ihren Zellwänden angegriffen, was zu einer raschen Reduktion führen kann. Bereits nach wenigen Tagen ist so mit einer deutlichen Besserung der Symptome zu rechnen. Bis die Erreger schließlich ganz aus dem Körper verschwunden sind, ist es dabei noch notwendig, die Therapie über einen etwas längeren Zeitraum durchzuziehen. Damit keine Resistenzen von den Erregern ausgebildet werden können, sollte der Zeitraum der Behandlung aus diesem Grund auf jeden Fall genau eingehalten werden.

Begleitende Empfehlungen zur Behandlung

Neben dieser medikamentösen Behandlung empfehlen die meisten Ärzte eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, selbst wenn dies in diesem Moment der eigenen Natur zuwider sein sollte. Dies liegt einfach an den mit dem Wasserlassen verbundenen Schmerzen, die mit der Zeit aber deutlich nachlassen werden. Vor allem lauwarme Tees und Säfte sollten ausreichend konsumiert werden, um die Behandlung der Entzündung weiter zu unterstützen.

Gleichzeitig ist es zu empfehlen, während des Zeitraums der Behandlung auf einen übermäßigen Konsum von Kaffee zu verzichten.

So mancher Erfahrungswert konnte inzwischen belegen, dass dies nicht unbedingt förderlich für den Prozess der Heilung zu sein scheint. Das Auftragen spezieller Cremes kann zudem das Abklingen der Symptome weiter unterstützen und den Prozess so erträglicher machen.

Die Vorbeugung gegen die Harnröhrenentzündung

Nun stellt man sich natürlich die berechtigte Frage, wie die Entzündung der Harnröhre gezielt verhindert werden kann. Da die Übertragung der Erreger eben zu großen Teilen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr geschieht, bietet die Benutzung von einem Kondom hier eigentlich eine sehr gute Möglichkeit zur Prävention. Selbst hier kann die Übertragung der Erreger aber nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Ebenfalls kursiert der Tipp, nach dem Geschlechtsverkehr unverzüglich eine Toilette aufzusuchen, wobei die Blase vollständig entleert werden sollte. Auch auf diesem Wege lässt sich das Risiko einer Infektion deutlich reduzieren.

Ebenso sollte verhindert werden, dass der übermäßige Gebrauch von scharfen Pflegeprodukten im Intimbereich die Haut zu sehr belastet. Dadurch kann unter anderem der natürliche Schutz durch den leicht sauren PH-Wert eingeschränkt werden, was die Infektion dann wiederum begünstigen könnte.

In einer Partnerschaft ist es zudem sehr wichtig, ganz offen mit dem Partner darüber zu reden. Dies liegt daran, dass auch auf diesem Wege das Risiko reduziert werden kann. Wurde die Infektion dagegen erst zu spät entdeckt, so müssen sich unter Umständen sogar beide Partner noch einmal einer gemeinsamen Behandlung unterziehen. Dies liegt ganz einfach daran, dass es ansonsten immer wieder zu einer gegenseitigen Ansteckung mit den Erregern kommen kann, die sich dann nicht mehr so einfach aus dem Körper verbannen lassen.