Ursachen von Genitalherpes

Genitalherpes zählt zu den Geschlechtskrankheiten, bei denen es in der Praxis nicht ganz einfach ist, die genaue Ursache zu bestimmen. Dies liegt unter anderem daran, dass es eben unterschiedliche Wege gibt, auf denen das sogenannte Herpes-Simplex-Virus übertragen werden kann.

Aus diesem Grund lohnt es sich, den genauen Ursachen auf den Grund zu gehen, was es in der Folge ebenso möglich macht, die entsprechenden Gegenmaßnahmen zur Vorbeugung zu forcieren.

Das Thema muss aber etwas differenziert betrachtet werden, denn nur so ist es eben möglich, die verschiedenen Ursachen genauer zu durchleuchten.

genitalherpes-ursachen

Die Ansteckung beim ungeschützten Geschlechtsverkehr

In erster Linie ist es wichtig darauf zu achten, was die Hauptursache für eine Ansteckung mit Genitalherpes ist. Hierbei ist ganz klar der ungeschützte Geschlechtsverkehr zu nennen, bei dem es eben sehr einfach zu einer Übertragung der Viren kommen kann. Dabei ist es natürlich von Bedeutung, dass die Viren im Genitalbereich eine ideale Möglichkeit finden, um sich zu vermehren.

Vor allem die so charakteristischen kleinen Bläschen, die mit zu den Symptomen der Krankheit zählen, sind dabei für die Ansteckung verantwortlich. Sie enthalten eine eitrige Flüssigkeit, die unter anderem für ihre sehr hohe Konzentration an Viren bekannt ist. Zwar verheilen die Narben bei einem Platzen der Bläschen meist ohne Rückstände, doch die Gefahr der Infizierung ist eben in genau diesem Moment besonders hoch.

Insgesamt zeigt aber auch die Statistik, dass der ungeschützte Geschlechtsverkehr ein ganz wichtiger Punkt ist, wenn man die Übertragung der Viren ins Auge fassen möchte. Denn dabei zeigt sich, dass in etwa 50-70 Prozent der Fälle tatsächlich die Übertragung beim Sex als Ursache angesehen werden kann. Dies bedeutet zugleich, dass es eine klare Risikogruppe gibt, bei der die Ansteckung sehr wahrscheinlich ist.

Dies sind die sexuell sehr aktiven Menschen in einem Alter zwischen 18 und 25 Jahren, welche unter anderem eben auch zu häufig wechselnden Sexualpartnern tendieren.

Für die so weitläufige Verbreitung von Genitalherpes können dabei neuesten Studien zufolge vor allem Männer verantwortlich gemacht werden. Dies liegt daran, dass diese nur in etwa 20 Prozent der Fälle etwas von ihrer eigenen Infizierung mitbekommen, da die Symptome gar nicht, oder eben nur sehr schwach zu erkennen sind. Während der akuten Phase ist die Wahrscheinlichkeit also demnach sehr hoch, dass die Viren gerade aus Unwissenheit an die eigenen Sexualpartner weitergegeben werden, was als die Ursache für die weite Verbreitung, auch in der europäischen Region, angesehen werden kann.

Die Übertragung über die Schmierinfektion

Neben der Übertragung des Herpes-Simplex-Virus beim Geschlechtsverkehr gibt es eben auch die Möglichkeit, dass dies über eine Schmierinfektion geschieht. Dies bedeutet, dass auch die gemeinsame Nutzung von Gegenständen mit einer infizierten Person dazu führen kann, dass die Erreger übertragen werden. So muss zum Beispiel Sexspielzeug als ein mögliches Medium zur Übertragung gesehen werden, wenn es mit beiden Partnern im Vorfeld in Kontakt gekommen ist.

Dies liegt daran, dass es den Viren eben möglich ist, einige Zeit auch außerhalb des Körpers zu überleben. Aus genau diesem Grund bietet sich also dieser zweite wichtige Weg der Ansteckung, der ebenfalls mit beachtet werden sollte.

Dabei ist die Rate der Übertragung sogar sehr hoch, weshalb die Ansteckung durch das Teilen von Gegenständen nicht auszuschließen ist.

Eine Schmierinfektion ist nicht einfach zu vermeiden, gerade wenn die Ansteckung der anderen Person nicht bekannt ist. Dabei kann nur eine gute Hygiene dazu beitragen, dass das Risiko der Übertragung weiter verringert werden kann. Ganz ausschließen lässt es sich natürlich nicht, was es nicht einfacher macht, die perfekte Vorbeugung gegen Genitalherpes treffen zu können.

Die Übertragung durch die Luft

Die Ausnahme des Herpes-Simplex-Virus stellt mit Sicherheit der andere Stamm der Erreger dar, der für eine wenige intensive Form der Symptome bekannt ist. Hierbei handelt es sich im wissenschaftlichen Sinne aber nicht um die Geschlechtskrankheit, da dieser Erreger eben sogar noch einfacher von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. So sind es hier vor allem die Tröpfchen- und die Schmierinfektion, die für die entsprechenden Übertragungen sorgen.

Selbst in der ganz normalen Öffentlichkeit ist es also der Theorie nach möglich, unwissentlich mit den Erregern in Kontakt zu kommen.

Dementsprechend ist auch die Vorbeugung gegen die Ansteckung in der Praxis sehr schwer. Da diese Art des Virus aber noch nicht dafür bekannt ist, dass schlimme Folgen auftreten könnten, kann man durchaus sagen, dass dies keine besonders große Sorge sein sollte.

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