Symptome von Genitalherpes

Um Genitalherpes möglichst früh behandeln zu können, ist es natürlich notwendig, die auftretenden Symptome gezielt zu deuten. Zwar bietet sich eigentlich der Vorteil von sehr charakteristischen Merkmalen, doch nicht bei jeder infizierten Person prägen sich diese in der gleichen Art und Weise aus. Auch deshalb ist es wichtig, sich zu diesem Thema einige Gedanken zu machen, denn nicht immer kann danach eine klare Diagnose getroffen werden.

Doch zumindest werden die betroffenen Personen auf die Gefahr einer Geschlechtskrankheit aufmerksam, sodass bei einem professionellen Test beim Arzt Licht ins Dunkel gebracht werden kann.

Treten einige dieser Symptome in relativ geschlossener Form auf, so ist die Wahrscheinlichkeit dennoch sehr groß, dass es sich um eine Ansteckung mit dem Herpes-Simplex-Virus handelt:

  • Bildung von Bläschen im Intimbereich
  • starker Juckreiz an den betroffenen Stellen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • vaginaler Ausfluss
  • Gliederschmerzen und erhöhte Körpertemperatur

genitalherpes-symptome

Das Auftreten der Symptome von Genitalherpes

In der Regel ist es bei einer Infektion mit Genitalherpes so, dass eine gewisse Inkubationszeit vorhanden ist. Nach der Ansteckung kommt es aus diesem Grund also nicht direkt zu einer Ausbildung der entsprechenden Symptome, wodurch es oftmals etwas schwieriger wird, die entsprechenden Rückschlüsse auf die Ansteckung zu ziehen. Bei Frauen wie Männern liegt die eigentliche Ansteckung mit dem Herpes-Simplex-Virus also bereits vier bis sieben Tage zurück, wenn dann die ersten unangenehmen Symptome am eigenen Körper entdeckt werden können.

Wie lange sich dagegen die akute Phase zieht, kann im Vorfeld nur schwerlich gedeutet werden. Dies liegt auch daran, dass es bei einer unzureichenden Behandlung möglich ist, dass die Symptome in sehr regelmäßigen Abständen wieder auftreten.

Im ersten Stadium der Ansteckung ist es sehr häufig die Bildung von kleinen Bläschen, die die angesteckten Personen auf sich aufmerksam macht. Diese bilden sich direkt im Intimbereich, können bei Frauen aber auch am Gebärmutterhals zu finden sein. Dabei kommt es gleichzeitig zu einem gewissen Juckreiz, der entfernt an Windpocken erinnern kann.

In der Regel bleiben von diesen Bläschen aber selbst dann keine dauerhaften Narben mehr zurück, wenn sie durch Kratzen aufplatzen sollten. Allerdings ist in der eitrigen Flüssigkeit von genau diesen Bläschen die Zahl der Erreger besonders groß.

Ein Platzen führt also vor allem dazu, dass sich die Gefahr der Infizierung von anderen Personen sogar noch weiter erhöht.

Weitere Symptome von Genitalherpes (Herpes Genitalis)

Neben diesen Geschwüren ist es vor allem ein merkwürdiges Kribbeln, von dem viele Betroffene berichten. Nicht selten ist es so, dass sich dieses schließlich nicht mehr nur auf den Bereich von Schamlippen und Scheide oder Penis beschränkt. Stattdessen kann es durchaus vorkommen, dass dieses Gefühl in die Richtung der Oberschenkel wandert, oder aber im Analbereich zu vernehmen ist.

Ob und wie stark die Ausbreitung am Ende ist, hängt ganz stark mit der allgemeinen Ausprägung der Symptome zusammen. Denn längst nicht jeder Mensch reagiert in der gleichen Art und Weise auf eine Infizierung mit dem Herpes-Simplex-Virus.

Frauen haben zudem die Möglichkeit, auf den vaginalen Ausfluss zu achten, der ebenfalls ein deutliches Anzeichen von einer Geschlechtskrankheit wie Genitalherpes ist.

Dieser kann allerdings nicht klar zugeordnet werden, denn ähnliche Erscheinungen gibt es bei sehr vielen Geschlechtskrankheiten. Den Frauen wird aus diesem Grund selbst bei einem leichten Verdacht empfohlen, sich direkt an einen Frauenarzt zu wenden. Dort ist es schließlich möglich, eine genaue Diagnose zu stellen. Betroffene Männer können sich bei einem Verdacht ebenfalls an einen Spezialisten wenden. Doch um Klarheit zu schaffen, reicht in vielen Fällen schon der Besuch beim Allgemeinmediziner aus.

Symptome und Ansteckungsgefahr

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass längst nicht jede infizierte Person von den Erregern etwas mitbekommt. Besonders deutlich wird dies auf der Seite der Männer, wo nur jeder fünfte Infizierte tatsächlich die entsprechenden Symptome ausbildet. Dies bedeutet, dass das Herpes-Simplex-Virus sehr häufig einfach unwissentlich weitergegeben wird. Experten sehen dies als einen der wichtigsten Gründe dafür an, weshalb Genitalherpes auch in unserer Region so weit verbreitet ist.

Auf der anderen Seite sollten infizierte Personen selbst im Rahmen einer Behandlung weiter die Symptome im Auge behalten. Denn selbst wenn diese bereits nach wenigen Tagen abgeklungen sind, besteht noch immer die Gefahr der Ansteckung.

Im Zweifel ist es also besser, eine Nachkontrolle bei einem Arzt zu unternehmen. Dort wird mittels eines Abstrichs oder einer Urinprobe überprüft, ob sich noch Viren im Körper befinden. Bis dahin ist es besser, auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zu verzichten, um nicht noch andere Personen mit dem Virus in Kontakt zu bringen.

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