Genitalherpes (Hauptseite)

Genitalherpes ist eine Geschlechtskrankheit, die durch einen viralen Erreger übertragen wird, und auch in unserer mitteleuropäischen Region weit verbreitet ist. Dabei sorgt das Herpes-Simplex-Virus dafür, dass die infizierten Personen über verschiedene Symptome zu klagen haben. Aktuell sind zwei unterschiedliche Stämme des Virus bekannt, die sich auch in dem verursachten Krankheitsbild ein Stück weit unterscheiden.

So ist zum Beispiel auch die Ausprägung der Symptome bei einem der Stämme sehr viel stärker. Bei einer sexuellen Ansteckung ist es aber in den meisten Fällen das Herpes-Simplex-Virus 1, welches für das Auftreten der Symptome zur Verantwortung gezogen werden kann.

Sowohl Frauen wie auch Männer können dabei von einer Ansteckung mit Genitalherpes betroffen sein. Statistisch gesehen sind es aber gerade die Männer, die oft nichts von der Ansteckung bemerken, und die Krankheit daher weiterreichen. Aktuellen Studien zufolge entdeckt tatsächlich nur jeder fünfte infizierte Mann, dass er das Virus eigentlich in sich trägt. Grundsätzlich ist eine Ansteckung dabei kein allzu großer Grund zur Sorge.

Zwar ist es sehr zu empfehlen, eine entsprechende Behandlung so früh wie möglich in die Wege zu leiten, doch der Genitalherpes selbst sorgt nicht für schlimmere langfristige Folgen.

Auf der anderen Seite werden durch das Herpes-Simplex-Virus auch andere Geschlechtskrankheiten in ihrem Auftreten begünstigt, die dann weit schlimmere Folgen nach sich ziehen können.

Dazu zählt unter anderem auch eine Korrelation zwischen einer Infektion mit Herpes Genitalis und einem erhöhten Risiko einer HIV-Infizierung.

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Ursachen von Genitalherpes

Es gibt in Bezug auf Genitalherpes tatsächlich unterschiedliche Wege, auf denen die Ansteckung mit den Viren erfolgen kann. Dies liegt vor allem daran, dass das Virus eben auch über eine klassische Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Dies macht es nicht einfacher, die Ursachen für die Ansteckung klar zu erfassen.

Das mit Abstand höchste Risiko besteht noch immer beim ungeschützten Geschlechtsverkehr während der akuten Phase der Infektion. In diesem Moment ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der Partner mit den Viren in Kontakt kommt, die sich im Körper der infizierten Person befinden.

Wenn der direkte Kontakt der Schleimhäute aber zum Beispiel über die Benutzung von einem Kondom verhindert werden kann, ist bereits dies ein Weg, um das Risiko einer Ansteckung deutlich zu minimieren. Auf der anderen Seite lässt sich die Gefahr einer Schmierinfektion so eben nicht aus der Welt schaffen.

Da das Herpes-Simplex Virus 1 eben einige Zeit lang außerhalb des Körpers überleben kann, kann es theoretisch auch über gemeinsam genutzte Gegenstände von beiden Partnern übertragen werden. Dies können zum Beispiel gemeinschaftlich genutzte Sexspielzeuge sein, auf denen sich die Erreger befinden. Auf der anderen Seite ist es auch durch ein Handtuch möglich, die Viren zu übertragen.

Symptome und Ausprägung von Genitalherpes

Die Symptome von Genitalherpes sind eigentlich recht eindeutig. Einzig die Tatsache, dass sie nicht von jedem infizierten Menschen direkt ausgebildet werden, macht die Erkennung der Krankheit zusehends schwerer. Treten die folgenden Symptome mehr oder weniger geschlossen auf, ist dies ein klares Indiz für eine Ansteckung mit dem Herpes-Simplex-Virus 1.

  • Bildung von Bläschen im Intimbereich
  • starker Juckreiz im Intimbereich
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • vaginaler Ausfluss
  • Erhöhte Körpertemperatur und Gliederschmerzen

Während der ersten Phase sind es vor allen Dingen die kleinen Bläschen im Intimbereich, die auf ein Auftreten der Krankheit aufmerksam machen können. Gleichzeitig kann es bei Frauen auch dazu kommen, dass sich die kleinen Geschwüre im Bereich des Gebärmutterhalses bilden. Des Weiteren kann ein charakteristischer vaginaler Ausfluss ein Anzeichen dafür sein, dass eine derartige Ansteckung mit Genitalherpes vorliegt. Andererseits kommt es vor allem bei den Männern zu einem Juckreiz im Genitalbereich, der auf das Vorhandensein einer Erkrankung hinweist.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Ausprägung der Symptome in aller Regel bei Frauen sehr viel stärker ist, als bei Männern. Dies bedeutet, dass sich Frauen der Erkrankung in fast allen Fällen bewusster sind, weshalb sie sie seltener an andere Personen weiterreichen. Männer neigen dagegen eher dazu, die gar nicht oder eher schwach auftretenden Symptome der Ansteckung zu ignorieren. Dies bedeutet, dass hier das Risiko sehr viel höher ist, dass sie auch noch andere Personen mit dem Virus infizieren.

Gleichzeitig dauert es eine gewisse Zeit, bis es tatsächlich zu einer Ausprägung der Symptome kommt. Die sogenannte Inkubationszeit von Genitalherpes liegt bei circa vier bis sieben Tagen. Diese Zeitspanne hängt aber sehr stark von individuellen Faktoren ab, weshalb sie nicht pauschalisiert werden kann.

Die Behandlung von Genitalherpes

Bei der Behandlung des Genitalherpes bieten sich den Ärzten in der heutigen Zeit ganz unterschiedliche Optionen. Gerade in Bezug auf die Medikamente gibt es eine gewisse Auswahl, was dazu führt, dass sehr stark auf die Anforderungen des Patienten eingegangen werden kann. Grundsätzlich sind es diese drei Medikamente und Wirkstoffe, die sich in der Vergangenheit besonders bewährt haben.

Aciclovir

Hierbei handelt es sich um eine Kombination, die zum einen auf die rasche Linderung der Symptome, und zum anderen auf ein Zurückdrängen der Erreger spezialisiert ist. Innerhalb weniger Tage gelingt es so, den Genitalherpes vollständig zu behandeln. Dabei ist eine frühzeitige Erkennung eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Einsatz des Medikaments.

Valtrex

Valtrex wird bei besonders schwierigen Ausprägungen auch parallel zu anderen Medikamenten eingesetzt. Es zielt vor allem darauf ab, die kleinen symptomatischen Bläschen zu bekämpfen, in denen sich auch Herpes-Simplex-Viren in einer recht hohen Konzentration befinden. Unter anderem findet es zudem bei der Behandlung von Windpocken Einsatz.

Famvir

Famvir wird eingesetzt, um die langfristige Ausprägung der Herpes-Viren zu verhindern. Es handelt sich in gewisser Weise um eine präventive Maßnahme, mit der es möglich gemacht wird, weitere Ausbrüche frühzeitig zu verhindern. Auch bei normalen Lippen-Herpes und Gürtelrose wird es immer wieder eingesetzt

Vorbeugung

Nun da die eigentliche Ausprägung von Genitalherpes (Herpes Genitalis) geklärt ist, kann natürlich auch die Vorbeugung gegen die Erkrankung noch eher ins Auge gefasst werden. Dabei ist es vor allen Dingen von großer Bedeutung, dass der direkte Kontakt der Schleimhäute bei sexuellem Kontakt verhindert wird. Dies ist aktuell nur durch den Gebrauch von einem Kondom möglich, welches aber auch keine Garantie geben kann.

Besonders bei wechselnden Sexualpartnern ist es von sehr großer Bedeutung, auf diese Art der Prävention zu setzen. Auf der anderen Seite ist es eine gute Hygiene, die dafür sorgen kann, dass das Virus nicht so schnell übertragen wird.

In einer Partnerschaft ist es vor allen Dingen eine gute und offene Kommunikation, die dazu führen kann, dass die Ansteckung mit Genitalherpes verhindert wird. Sollte es innerhalb von einer Partnerschaft allerdings zu einer Ansteckung kommen, so sollte sich auch der andere Partner auf das Herpes-Simplex-Virus testen lassen.

Ansonsten kann es immer wieder zu einer gegenseitigen Ansteckung kommen, wodurch sich die Symptome nie ganz besiegen lassen. Eine gemeinsame Behandlung wird von vielen Ärzten empfohlen und auch angeboten.