Folgen von Feigwarzen

Feigwarzen werden sehr häufig nur als kleine Wucherungen der Haut betrachtet, die zwar das optische Erscheinungsbild stören, sich aber dann doch erfolgreich behandeln lassen. Dabei wird leider vergessen, dass sich die Humanen Papilloma-Viren (HPV) weiter im Körper befinden, und dort selbst durch eine Behandlung nicht ganz abgetötet werden können.

Gerade bei einer mangelnden, oder gar umgangenen medizinischen Behandlung von Feigwarzen kann es daher zu gewissen langfristigen Folgen kommen, die hier einmal genauer verdeutlicht werden sollen.

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Sind Feigwarzen ein gesundheitliches Risiko?

Es gibt tatsächlich nur wenige Fälle, in denen Feigwarzen wirklich zu schlimmen Folgen führen können. Dennoch gibt es einige Studien, die klare Hinweise darauf lieferten, dass die Humanen Papilloma-Viren nicht unterschätzt werden sollten. Denn von diesen Erregern sind bis heute etwa 40 verschiedene Stämme bekannt, die sich durch unterschiedliche Eigenschaften charakterisieren. Manche dieser Stämme sind sogar inzwischen dafür bekannt, dass sie schlimmere Folgen nach sich ziehen können.

Gerade Frauen sollten sich dringend untersuchen und behandeln lassen, wenn die typischen Symptome von Feigwarzen auftreten.

Dies liegt daran, dass manche HPV-Viren im Verdacht stehen, langfristig das Risiko zu erhöhen, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Auch bei anderen Krebsarten gibt es diese Hinweise, die zu einer neuen Einschätzung der Bedeutung der Behandlung der Feigwarzen beigetragen haben.

Der Zusammenhang von Feigwarzen und Krebs

Aktuell gibt es durchaus einen Zusammenhang von Feigwarzen und Krebs, der dabei nachgewiesen wurde. Dabei sind es nicht die Warzen selbst, die dabei für das Risiko verantwortlich sind. Diese Gewebewucherungen sind zwar äußerst unangenehm, an und für sich aber gutartig. Doch die Viren, die für die Ausbildung der Warzen verantwortlich sind, können gleichzeitig das Risiko einer Krebserkrankung maßgeblich erhöhen.

Manche Stämme der Viren können zur Bildung von sogenannten Präkarzinomen führen, die in der Medizin als die Vorstufe von einem Tumor betrachtet werden. Davon sind sowohl Frauen, wie auch Männer betroffen. Eine frühzeitige Untersuchung kann aber dabei helfen, diese Symptome frühzeitig zu erkennen, und somit eine erfolgreiche Behandlung zu implementieren.

Deutlich konkreter ist der Zusammenhang, wenn es um die Betrachtung von Gebärmutterhalskrebs geht, der aktuell die zweit häufigste Krebsart bei Frauen ist. Zwei unterschiedliche Stämme der HPV-Viren können weltweit für etwa 70 Prozent der Erkrankungen verantwortlich gemacht werden.

Wer sich also zu einer frühzeitigen Behandlung entschließt, kann dadurch dieses Risiko noch einmal ganz deutlich reduzieren.

Bei Männern ist die Korrelation weniger deutlich, was unter anderem daran liegt, dass davon seltenere Krebsarten betroffen sind. Für immerhin 20 bis 50 Prozent von allen Erkrankungen an Penis- und Anuskrebs sind dabei aber bestimmte Typen der Viren ursächlich, die auch für die Ausprägung von Feigwarzen sorgen.

Weitere Risiken einer Feigwarzen Ansteckung

Nach wie vor ist das erhöhte Risiko von einer Krebserkrankung eine der gravierenden Folgen, die aus einer Ansteckung mit Feigwarzen erwachsen kann. Zumindest auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen wirken sich die Viren nicht aus, selbst wenn die Behandlung nicht rechtzeitig oder aber unzureichend erfolgen sollte. Besonders auf lange Sicht gibt es verschiedene Krebsarten, bei denen sich klar gezeigt hat, dass sie von den Viren im Körper klar beeinflusst werden. Eine Behandlung kann helfen, dieses Risiko zu reduzieren.

Ein erhöhtes Risiko in Bezug auf eine HIV-Infektion ist nicht nachweisbar. Allerdings gibt es selbst in dieser Beziehung einige Faktoren des Risikos, weshalb auf ungeschützten Geschlechtsverkehr während dieser akuten Phase der Erkrankung verzichtet werden sollte.

Dies liegt daran, dass es eben kleine Risse in der Haut geben kann, die durch die Feigwarzen und ihre Narben verursacht worden sind.

Aufgrund dieser kleinen Verletzungen, die im Rahmen der Behandlung nicht zu vermeiden sind, erhöht sich eben das Risiko, dass Viren in den Körper eindringen. Gerade bei einer stärkeren Ausprägung der Krankheit kann es auch zur Ausprägung von Entzündungen kommen, die ebenfalls das Eindringen von Viren und andersartigen Erregern in den Körper erleichtern. Während dieser Phase ist es wichtig, das zusätzliche Risiko durch die Verwendung von einem Kondom zu reduzieren.

Langfristige Auswirkungen vermeiden

Wer die durchaus unangenehmen Folgen von einer Ansteckung mit Feigwarzen verhindern möchte, der sollte darauf achten, eine möglichst frühzeitige Behandlung zu vollziehen. Von großer Bedeutung ist dabei auch die spätere Nachkontrolle, bei der der Arzt noch einmal überprüfen kann, ob noch weitere Viren im Körper vorhanden sind. Gleichzeitig kann medikamentös gegen einen weiteren Ausbruch der Feigwarzen vorgegangen werden. Studien haben gezeigt, dass auch der Zusammenhang mit einer Erkrankung an Krebs ganz aktiv reduziert werden kann, wenn eine ausreichende Behandlung der Feigwarzen erreicht werden konnte.

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