Feigwarzen (Hauptseite)

Als Feigwarzen wird eine Geschlechtskrankheit bezeichnet, die hierzulande von den Papillomviren ausgelöst wird. Grundsätzlich sind sie kein großer Grund zur Sorge, denn die kleinen Geschwüre sind meist gutartig, führen daher also nicht zu schlimmen Langzeitfolgen. Auf der anderen Seite verursachen sie keine Schmerzen, lediglich das optisch wenig schöne Erscheinungsbild ist also Anlass dafür, die entsprechende Behandlung zu suchen.

Gerade Sichtbare Feigwarzen, wie sie oft an Penis, Vagina oder Anus vorkommen, stellen dabei einen optischen Makel dar, und lösen daher ein gewisses Gefühl der Scham aus. Dennoch sollte nicht gezögert werden, wenn es um den Weg zu einem guten Mediziner geht, der die Gegenmaßnahmen in die Wege leiten kann.

Feigwarzen Themen:

feigwarzen

Definition von Feigwarzen

Feigwarzen sind eine der wenigen Geschlechtskrankheiten, die in Europa sehr viel ausgeprägter sind, als auf anderen Teilen der Welt. Gerne werden sie auch als Kondylome, Genitalwarzen oder Feuchtwarzen, was sich aber eigentlich alles unter demselben Phänomen zusammenführen lässt. Die unangenehmen Wucherungen treten dabei vor allen Dingen bei jungen Menschen auf, wobei Frauen und Männer im Grunde gleichermaßen davon betroffen sein können.

Leider stimmt die Tatsache, dass eine Ansteckung mit dem verantwortlichen Virus (HPV) nicht heilbar ist. Dies bedeutet, dass sich der Erreger selbst nach einer erfolgreichen Behandlung weiter im Körper befindet.

Davon sind keine schlimmeren Nebenwirkungen zu erwarten, es kann jedoch sein, dass die Erkrankung über Jahre hinweg immer wieder auftritt. Die Gefahr der Infizierung von anderen Personen ist aber vor allem dann besonders hoch, wenn es sich gerade um eine akute Phase der Feigwarzen handelt, in denen die Symptome also vorhanden sind. Mit Medikamenten ist es heute aber möglich, den weiteren Ausbruch der Feigwarzen gezielt zu verhindern.

Ursachen von Feigwarzen

In Bezug auf die Ansteckung mit Feigwarzen ist es vor allem der ungeschützte Geschlechtsverkehr, der bei der Verbreitung eine große Rolle spielt. Neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zufolge ist bereits bei einmaligem ungeschützten Geschlechtsverkehr von einer Übertragungsrate von gut 60 Prozent auszugehen. Dementsprechend leicht ist es, sich mit dem Erreger zu infizieren.

Darauf stützt sich auch die Erkenntnis, dass die Feigwarzen vor allem bei jüngeren Schichten der Bevölkerung weit verbreitet sind. Vor allem die Gruppe der Menschen zwischen 17 und 30 Jahren, die als sexuell recht aktiv gelten, werden davon beeinflusst. Hier handelt es sich um die größte Risikogruppe, bei der die Gefahr einer Ansteckung also statistisch gesehen am höchsten ist.

Symptome der Infektion mit Feigwarzen

In Verbindung mit einer Infektion mit Feigwarzen ist es natürlich von Bedeutung, die dann auftretenden Symptome so gut wie möglich deuten zu können. Dies ist schließlich zugleich auch der Weg, auf dem eine konkrete Behandlung erfolgen kann. Die Warzen selbst sind dabei nur wenige Millimeter groß, können dabei aber dennoch sehr gut erkannt werden. Dies liegt vor allen Dingen auch an der Tatsache, dass sie sich zu größeren Wucherungen zusammenschließen. Diese treten an ganz unterschiedlichen Stellen im Intimbereich auf.

Bei Männern ist sehr häufig der Bereich der Vorhaut betroffen, bei Frauen sind es dagegen die inneren Schamlippen.

Die Warzen selbst können während der akuten Phase ganz unterschiedliche Färbungen annehmen, die von verschiedenen individuellen Faktoren abhängig sind. Während manche Wucherungen rötlich erscheinen, sind andere eher grau oder braun.
Ansonsten kann es bei einer besonders starken Ausprägung der Symptome sein, dass die Warzen auch einen Juckreiz nach sich ziehen.

Im weiter fortgeschrittenen Stadium kann dies sogar zu Rissen in der Haut führen, bei denen dann die infektiöse Flüssigkeit austreten kann. Bei Frauen zeichnet sich im Bereich der Symptome zudem ein vermehrter Ausfluss aus der Vagina ab, der durch die Feigwarzen verursacht werden kann.

Die Behandlung von Feigwarzen

Die erste eigene Einschätzung der Symptome reicht in vielen Fällen bereits aus, um sich eine vorläufige Diagnose zurechtlegen zu können. Ähnlich verhält sich dies auch dann, wenn man für diesen Zweck den Kontakt zu einem Mediziner sucht. Dort reicht in vielen Fällen bereits nur der optische Befund aus, um eine Diagnose treffen zu können. Gerade aus diesem Grund werden bei den Ärzten eher selten weitere Tests durchgeführt, mit denen sich zum Beispiel auch das verursachende Virus genauer bestimmen ließe.

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen sich die bereits vorhandenen Feigwarzen entfernen lassen. Zum einen kann dies durch einen kleinen chirurgischen Eingriff geschehen.

Zwar lassen sich die Warzen dabei ohne Rückstände entfernen, doch es bieten sich aber gleichzeitig auch gewisse Risiken. Es kann sich hierbei zum Beispiel um die Verletzung von Nerven oder Gewebe bei der Operation selbst handeln.

Heute ist es aber auch möglich, die Entfernung mit einem Laser in die Wege zu leiten. Dieser wird in speziellen Praxen oder Kliniken eingesetzt, wobei die infizierten Strukturen parallel sogar von den Viren befreit werden. Dies bedeutet, dass das erneute Auftreten der Warzen sehr unwahrscheinlich wird.

Die medikamentöse Behandlung

In einem zweiten Schritt wird dann natürlich die Behandlung der Feigwarzen ins Auge gefasst. Dabei gibt es heute ganz unterschiedliche Methoden, die dort zum Einsatz gebracht werden können. Es beginnt bereits mit der guten Möglichkeit, eine medikamentöse Behandlung zu forcieren. Natürlich dauert es dabei eine gewisse Zeit, bis die Medikamente ihre Wirkung entfalten können. Unter anderem sind es dabei folgende Medikamente, die zu überzeugen wissen:

Aldara Creme

Diese Creme sorgt dafür, dass das Immunsystem in seiner Funktion weiter gestärkt wird. So ist es möglich, damit gegen die Bildung der Warzen vorzugehen, wodurch sich diese mehr und mehr zurückbilden. Dabei wird die Aldara Creme in der Regel mehrmals pro Woche an den entsprechenden Stellen aufgetragen.

Condyline

Diese Lösung enthält den Wirkstoff Podophyllotoxin, der darauf ausgelegt ist, das Wachstum der Zellen zu verlangsamen. Dadurch kann die akute Phase der Erkrankung weiter verlangsamt werden, weshalb sich weitere Erfolge einstellen können.

Vorbeugung gegen Feigwarzen

Am Ende möchte man natürlich auch wissen, wie denn gegen die Feigwarzen vorgebeugt werden kann. Zum einen ist es möglich, die Gefahren bei der Ansteckung so gut als möglich zu reduzieren.

Bei wechselnden Sexualpartnern ist das Risiko besonders groß, weshalb hier auf ein Kondom gesetzt werden kann, welches den direkten Kontakt der Schleimhäute verhindert. Auf diesem Weg ist es möglich, die Gefahr der Ansteckung weiter zu reduzieren.

Zwar bietet auch dies keinen garantierten Schutz vor den Feigwarzen, doch es ist zumindest möglich, andere Vorteile daraus zu ziehen. Es lohnt sich aber dennoch, dadurch das Risiko zu reduzieren. In einer festen Partnerschaft ist es zumindest hilfreich, für eine gute und offene Kommunikation zu sorgen. So kann die wechselseitige Ansteckung direkt verhindert werden.