Eiter beim Wasserlassen – was tun?

Die Anzahl der Fälle von Geschlechtskrankheiten ist leider seit einigen Jahren wieder durch eine steigende Tendenz gekennzeichnet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass im Internet zunehmend häufig nach Lösungen für Probleme gesucht wird, die häufig im Zusammenhang mit einer Infektion bzw. Geschlechtskrankheit stehen.

So suchen sowohl Männer als auch Frauen vergleichsweise häufig nach einer Antwort auf die Frage: Eiter beim Wasserlassen, was tun?

Wir möchten in diesem Beitrag darüber informieren, für welche Erkrankungen Eiter beim Wasserlassen ein Symptom sein kann und was Sie zu den entsprechenden Geschlechtskrankheiten wissen sollten.

Geschlechtserkrankung als häufige Ursache

Falls Frauen oder Männer nach einer Ursache für das Problem Eiter beim Wasserlassen suchen, handelt es sich häufig um einen Ausfluss aus der Vagina bzw. der Harnröhre, der auf eine Infektion hindeutet.

Eine akute Entzündung kann sich beispielsweise durch die folgenden Symptome bei Männern und Frauen bemerkbar machen:

  • eitriger, gelblich-grünlicher Ausfluss
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Unterbauchschmerzen

Diese Probleme deuten in vielen Fällen auf eine Infektion hin, wobei es sich meistens um eine bestimmte Geschlechtserkrankung handelt.

Falls Sie Eiter beim Wasserlassen feststellen, sollten Sie daher auf jeden Fall die zwei häufiger vorkommenden Geschlechtskrankheiten Gonorrhoe und Chlamydien im Blick haben.

Ausfluss aus der Vagina bzw. Harnröhre ist in vielen Fällen ein Anzeichen dafür, dass sich eine Entzündung an den Schleimhäuten der Harnröhre befindet. Eine der Hauptursachen für eine Harnröhrenentzündung sind Infektionen in Form der Gonorrhoe sowie mit Chlamydien, also zwei sexuell übertragbare Erkrankungen.

Falls Sie also unter dem Hauptsymptom Eiter beim Wasserlassen leiden, sollten Sie unbedingt an diese zwei möglichen Erkrankungen denken. Damit Sie bereits vor dem Arztbesuch wissen, worum es sich eventuell bei Ihren Symptomen handelt bzw. auf welche Geschlechtserkrankung diese hindeuten, möchten wir gerne im Folgenden zu Gonorrhoe und Chlamydien als mögliche Ursachen der Harnröhrenentzündung informieren.

Eiter beim Wasserlassen kann durch Gonorrhoe verursacht werden

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Definition, Symptome, Ursachen und Behandlung von Gonorrhoe (Tripper)

Per Definition ist Gonorrhoe, häufig besser unter der Bezeichnung Tripper bekannt, eine der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Statistiken zufolge befällt die Infektionskrankheit jährlich mehr als 100 Millionen Menschen weltweit. In der Regel bemerken die Betroffenen erste Symptome zwischen zwei und fünf Tagen nach der eigentlichen Ansteckung.

Zu den Leitsymptomen der Gonorrhoe gehört unter anderem auch Eiter beim Wasserlassen bzw. ein eitriger und meistens gelb oder grün gefärbter Ausfluss.

Darüber hinaus kann es noch weitere Symptome geben, insbesondere:

  • Brennen beim Wasserlassen
  • geschwollene bzw. schmerzende Hoden
  • Fieber

Die Ursache der Gonorrhoe sind Bakterien, nämlich die sogenannten Gonokokken. Diese befinden sich bei einer Ansteckung insbesondere in den Schleimhäuten des Mundes, des Afters sowie im Genitalbereich.

Die Übertragung findet in erster Linie durch Samen- und Vaginalflüssigkeit statt.

Während Männer nach einer Infektion oftmals unter einer Harnröhrenentzündung mit eitrigem Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen leiden, bemerken Frauen zunächst einmal oftmals gar keine Symptome.

Falls Gonorrhoe nicht behandelt wird, kann es zu dauerhaften Gesundheitsschäden kommen, wie zum Beispiel:

  • Vernarbung in der Harnröhre
  • Chronische Harnröhrenentzündung
  • Prostataentzündung
  • Entzündungen der Augen

Positiv ist im Zusammenhang mit Gonorrhoe immerhin, dass eine gezielte Behandlung sehr gut möglich ist. Zu diesem Zweck werden spezielle Antibiotika verwendet, welche die für die Infektion verantwortlichen Bakterien abtöten. Wichtig ist es, dass Sie Ihren Sexualpartner ebenfalls darüber informieren und dieser sich untersuchen lässt, da es sich bei Tripper durchaus um eine sehr ansteckende Geschlechtskrankheit handelt. Verhindern können Sie Gonorrhoe, indem Sie ausschließlich geschützten Geschlechtsverkehr praktizieren, nämlich mit Kondomen.

Definition, Symptome, Ursachen und Behandlung von Chlamydien

Neben der Gonorrhoe gibt es noch eine zweite Geschlechtskrankheit, bei der ein Symptom ebenfalls Eiter beim Wasserlassen sein kann.

Bei Chlamydien handelt es sich ebenfalls um eine bakterielle Infektion, deren Übertragung über die Schleimhäute erfolgt. D

arüber hinaus gibt es einige Verhaltensweisen, die die Infektion begünstigen können, insbesondere:

  • Hygienemangel
  • unausgewogene Ernährung
  • starker Nikotingenuss
  • Essstörungen

Auch die Geschlechtskrankheit Chlamydien wird in erster Linie durch ungeschützten Verkehr übertragen. Verantwortlich sind Bakterien mit der Bezeichnung Chlamydia trachomatis.

Die Symptome, die auf eine Infektion mit Chlamydien hindeuten können, sind unter anderem:

  • Eiter beim Wasserlassen
  • glasiger Ausfluss
  • Sekret
  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen

Wie per Definition bereits erläutert, sind Bakterien die Ursache für die Geschlechtserkrankung Chlamydien. Dabei sind Chlamydien Infektionen sogar die am häufigsten auftretende Ursache von Entzündungen der Harnröhre bei jüngeren Männern überhaupt.

Nicht selten ist es übrigens gerade bei jungen Männern der Fall, dass neben den Chlamydien noch weitere Erreger gefunden werden, insbesondere Microplasmen.

Ohne Behandlung kann es auch bei Chlamydien zu unerwünschten Gesundheitsschäden kommen, insbesondere zu einer Entzündung der Eichel, der Nebenhoden sowie der Schleimhäute in der Vorhaut. Selbst eine dauerhafte Unfruchtbarkeit ist nicht auszuschließen.

Da es sich bei einer Chlamydien Infektion um eine Erkrankung handelt, die durch Bakterien verursacht wird, besteht die Behandlung in der Gabel spezieller Antibiotika. Es sollte darauf geachtet werden, dass möglichst beide Sexualpartner behandelt werden, falls ungeschützter Verkehr stattgefunden hat.

Nach einer Dauer von sieben bis zehn Tagen ist die Infektion nach der Gabe der Antibiotika in aller Regel ausgestanden.

Vorbeugend ist es empfehlenswert, nur geschützten Verkehr zu haben und in dem Zusammenhang Kondome zu nutzen.

Falls Sie eine Behandlung gegen Geschlechtskrankheiten über das Internet benötigen können Sie hier Hilfe bekommen:

online klinik

 

 

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