Übertragung von Chlamydien

Um sich aktiv vor einer Ansteckung mit Chlamydien zu schützen und auch vorbeugen zu können, ist es natürlich notwendig, den Blick einmal auf die Übertragung der Erreger an sich zu werfen. Bereits daran lässt sich oft sehr gut erkennen, wie es um genau diese Aspekte bestellt ist und wie wir selbst genau darauf einwirken können.

Da es sich aber bei den Chlamydien selbst um ein sehr diffiziles Thema handelt, ist es genau in diesem Rahmen notwendig, von Beginn an ein Stück weit zwischen den verschiedenen Möglichkeiten zu differenzieren. Nur auf diesem Wege kann es am Ende des Tages gelingen, ein objektives Fazit aus der Angelegenheit für sich zu ziehen.

Es gibt heute drei unterschiedliche Stämme der Chlamydien, die beim Menschen für ein Auslösen einer solchen Erkrankung verantwortlich sind. Eine davon wird aber nur bei Kontakt mit Vögeln übertragen, sodass sie ein Stück weit außen vor gelassen werden kann. Bei den Chlamydia pneumoniae handelt es sich nun nicht um eine Geschlechtskrankheit im eigentlichen Sinne, da bereits eine Schmier- oder Tröpfcheninfektion ausreichend ist, um die Bakterien in den Körper aufzunehmen. Die Übertragung kann hier also ganz einfach im öffentlichen Raum unbewusst geschehen, sodass ganz und gar kein sexueller Kontakt in diesem Rahmen vonnöten ist.

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Die Übertragung von Chlamydien

Auf der anderen Seite gibt es aber auch noch die Chlamydia trachomatis, welche für die eigentlichen Chlamydien in Form der Geschlechtskrankheit verantwortlich sind. Eigentlich gibt es darauf bezogen nur drei verschiedene Wege der Ansteckung, die es nun genauer unter die Lupe zu nehmen gilt. Dies betrifft die:

  • Ansteckung beim Geschlechtsverkehr
  • Ansteckung bei direktem Kontakt mit Schleimhäuten
  • Ansteckung bei der Entbindung

Die Ansteckung beim Geschlechtsverkehr ist natürlich die erste Idee, auf die man im Rahmen einer solchen Geschlechtskrankheit kommt. Dabei lässt sich das Risiko der Übertragung eigentlich auch bei dieser Methode darauf zurückführen, dass ein direkter Kontakt zwischen den Schleimhäuten von verschiedenen Personen besteht. Dies führt in der Folge dazu, dass es sich bei den Chlamydien um eine Krankheit handelt, die vor allem bei sexuell sehr aktiven Personen in der Regel weit verbreitet ist. Neben dem Vaginalverkehr sind es somit auch der Oral- und der Analverkehr, die dazu führen können, dass die Chlamydien noch auf die andere Person übertragen werden können. Natürlich ist es so, dass sich das Risiko einer Ansteckung durch die Verwendung von einem Kondom noch einmal sehr deutlich reduzieren lässt.

Doch dies ist allerdings nicht der einzige Weg, auf dem die Ansteckung mit Chlamydien erfolgen kann. Selbst über den Gebrauch von klassischem Sexspielzeug ist es in der Praxis möglich, die Bakterien ganz unwissentlich in den eigenen Körper aufzunehmen. Dies bedeutet, dass eigentlich noch einmal ein ganz anderes Maß an Vorsicht notwendig ist, um in dieser Hinsicht sich selbst schützen zu können.

Häufig unterschätzt wird zum Beispiel die Gefahr, die von der vaginalen Flüssigkeit einer bereits infizierten Person ausgeht. Durch kleinste Hautrisse, die jeder von uns hat und die sich in der Tat nicht verhindern lassen, finden die Chlamydien nun einen Weg um sich zu verbreiten. Die Chlamydien Übertragung ist auch deshalb oft nur so schwer zu verhindern. Neben der Nutzung von einem Kondom kann es somit auch eine gesteigerte Hygiene sein, die am Ende den direkten Kontakt verhindert. Denn selbst über Handtücher oder Bettlaken ist es möglich, sich selbst der Ansteckung sicher zu sein. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind in der Tat sehr tiefgreifend, weshalb sie gerade aus diesem Grund nicht unbedingt dauerhaft präventiv eingesetzt werden können. Auch aus diesem Grund ist es auf jeden Fall zu empfehlen, sich durch einen auf die Chlamydien bezogenen Test bereits im Vorfeld die gewünschte Klarheit zu verschaffen.

Chlamydien Übertragung durch Küssen?

Wer sich noch einmal die weiter oben aufgeführten Punkte der Übertragung zu Gemüte führt, dem wird schnell auffallen, dass das Küssen eben auch zum direkten Kontakt der Schleimhäute zählen kann. Besonders die Mundschleimhaut bietet eine besonders große Fläche, sollte also dem Anschein nach auch eine große Gefahr der Ansteckung mit sich bringen.

Doch in der Praxis fällt dann doch sehr schnell auf, dass das Küssen gar nicht mit zu den Möglichkeiten zählt, wie Chlamydien von Person zu Person übertragen werden können. Es beginnt bereits damit, dass die Chlamydien selbst auf diesem Wege selbstverständlich in den Körper wandern können. Doch viel entscheidender ist, ob sie dort überleben und sich einnisten können.

Beim Küssen ist es zuerst einmal unser Speichel, der den Chlamydien zu Leibe rückt, da es sich um eine saure Flüssigkeit handelt. Dabei werden nicht alle Bakterien zerstört, sodass manche aufgenommenen Prokaryoten in den Magen wandern. Dort sorgt nun aber die Magensäure dafür, dass das Erbgut der Chlamydien denaturiert und diese absterben.

Alles in allem sind dies die Gründe dafür, weshalb das Küssen nicht zu den großen Gefahrenquellen zählt, obwohl auch hier eine Ansteckung nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden kann. Auch im Schwimmbad ist es nicht möglich, sich mit Chlamydien zu infizieren, was ganz einfach daran liegt, dass es hierbei nicht zu einem direkten Kontakt der Schleimhäute kommt.

Der Einfluss eines polygamen Partners

Das Risiko für die Ansteckung von Chlamydien kann also auch mit dem Gebrauch von einem Kondom nicht ganz eliminiert werden. Gleichzeitig steigt die Gefahr der Ansteckung auch dann, wenn ein Partner fremdgegangen ist. Dennoch ist es ein absoluter Trugschluss, dass man hier direkt einen Rückschluss auf eine Untreue des eigenen Partners schließt. Am Ende ist es noch immer wichtig, das Risiko auch durch eine gute und offene Kommunikation zu bannen.

Die Übertragung der Chlamydien bei der Entbindung

Mit eine der größten Gefahren für die Gesundheit stellen die Chlamydien vor allen Dingen dann dar, wenn es um die Übertragung auf eine schwangere Frau geht. Sollten die Symptome direkt richtig erkannt und eingeordnet werden können, ist es nicht schwer, hier schlimmere Folgen zu vermeiden. Dies liegt daran, dass selbst während einer Schwangerschaft die Chance besteht, einen Chlamydien Test zu vollziehen und eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung in die Wege zu leiten.

Ist dies aber nicht der Fall, so kommt es leider sehr schnell zu einem weiteren Nachteil. Denn bei der Geburt des Kindes kommt es zu einem direkten Kontakt der Schleimhäute von Mutter und Kind.

Die Gefahr wird dann natürlich noch dadurch gesteigert, dass das Immunsystem des Kindes gerade zu dieser Zeit noch sehr schwach ist und daher eine sehr große Fläche für den Angriff der Bakterien bietet. Damit werden die Chlamydien, welche sich auch im Blut der Mutter befinden, direkt auf das Kind übertragen.

Die Folgen, die diese Art der Übertragung haben kann, sind sogar noch sehr viel gravierender, als man dies zu Beginn vermuten würde. Besonders das Risiko der Entzündung der Bindehaut kann sogar dazu führen, dass eine teilweise oder gar vollständige Erblindung des Kindes nicht mehr ganz auszuschließen ist. Auch auf diese Punkte sollte man also so gut es nur geht achten, um am Ende weitere Vorteile und Sicherheiten auf der eigenen Seite verbuchen zu können.

Fazit

Die Übertragung der Chlamydien kann also in der Tat auf sehr unterschiedlichen Wegen erfolgen. Gerade aus diesem Grund ist es in der Praxis so wichtig, sich so gut wie nur möglich damit zu befassen.

Am Ende kann das Risiko eben oft nicht ganz ausgeschlossen werden, doch zumindest eine schnellere Erkennung und Einordnung der Symptome kann die glückliche Folge davon sein. Dann ist es schließlich noch von Bedeutung, direkt die Behandlung einleiten zu können, sodass die Chancen auf die vollständige Heilung tatsächlich noch sehr groß sind.

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