Symptome von Chlamydien

Natürlich sind Chlamydien nur dann einwandfrei zu erkennen, wenn die Symptome selbst identifiziert werden können. Dabei ist es natürlich wichtig, genau diese Faktoren für sich erkennen zu können, und so selbst eine Diagnose zu stellen. In erster Linie liegt dies daran, dass die Behandlung eben nur in der akuten Phase erfolgen kann. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an Gewissheit zu haben, ob es sich nun wirklich um eine Ansteckung mit Chlamydien handelt.

Dabei ist es zuerst einmal von sehr großer Bedeutung, die unterschiedlichen Arten von Chlamydien ganz genau unterscheiden zu können.

Zu den drei möglichen Arten zählen folgende Bakterien:

  • Chlamydia trachomatis
  • Chlamydia pneumoniae
  • Chlamydia psittaci

chlamydien-symptome

Infektionen der Atemwege

Dabei sind es vor allem die ersten beiden Arten, die beim Menschen genauer unter die Lupe genommen werden sollten. Dies liegt daran, dass die Chlamydia psittaci nur dann ansteckend sind, wenn man in engeren Kontakt mit Vögeln kommt. Geht es allerdings um die Chlamydien als Geschlechtskrankheit, so sollte man sich auf die Chlamydia trachomatis konzentrieren.

Auf der anderen Seite gibt es die Chlamydia pneumoniae, welche bereits durch eine normale Art der Tröpfcheninfektion übertragen werden können.

Diese führen zwar zu einer Entzündung, aber diese betrifft in der Regel vor allem die Atemwege. Leider bietet sich hier sehr häufig das Problem, dass die betroffenen Personen dies erst gar nicht richtig einordnen können. Denn wer an Halsschmerzen oder Husten leidet, der wird zu Beginn vermutlich erst gar nicht darauf kommen, dass es sich hier nun um eine Geschlechtskrankheit handelt. Am Ende ist es also auch aus diesem Grund wichtig, hier die richtigen Prioritäten zu setzen. Wer die Symptome am Ende richtig einordnen kann, ist mit Sicherheit auf der richtigen Seite.

Die Symptome der Chlamydien

In Bezug auf die Chlamydien zeigt sich leider sehr häufig das Problem, dass die Symptome in der Praxis erst gar nicht so stark hervortreten, beziehungsweise gar ganz verborgen bleiben. Dies bedeutet dann, dass sich der Patient nicht darüber im Klaren ist, ob er nun wirklich eine Geschlechtskrankheit in sich trägt. Daher ist gerade das ein sehr wichtiger Faktor, der maßgeblich dazu beiträgt, dass Chlamydien auch in unseren Gegenden so weit verbreitet sind.

Denn gerade bei einem Ausbleiben der Symptome ist es in der Tat sehr wahrscheinlich, dass es zu weiteren sexuellen Kontakten kommt, bei denen die Bakterien unwissentlich an den anderen übertragen werden.

Sollte also nur ein kleiner Verdacht auf eine Ansteckung bestehen, so ist es sehr ratsam, sich direkt zu einem professionellen Test zu entschließen. Oft ist es eben nur so möglich, wirklich Klarheit in dieser Sache zu schaffen.

Chlamydien Symptome bei Männern

Bei Männern ist die Chance, dass bei einer Infektion mit Chlamydien keine Symptome auftreten, sogar deutlich größer, als dies bei Frauen der Fall ist. Sehr häufig erkennen Männer ihre Infektion mit den Erregern daran, dass sie auch beim Wasserlassen schmerzen verspüren. Besonders unpraktisch ist natürlich, dass zur gleichen Zeit ein vermehrter Harndrang vorhanden ist, der für zusätzliche Schwierigkeiten auf dem Gebiet sorgt.

Auch ein Ausfluss aus der Harnröhre kann ein Hinweis darauf sein, dass die Bakterien bereits im Körper vorhanden sind. Dieser ist meist gelblich, und bringt einen übel riechenden Geruch mit sich. Ungewohnte Schmerzen beim Geschlechtsverkehr werden dann unter Umständen ebenfalls von den Chlamydien verursacht. Ebenfalls schmerzhaft können Entzündungen an Prostata und Nebenhoden sein, die ebenfalls auf eine Infektion mit den Bakterien hinweisen.

Deutlich leichter fällt die Diagnose natürlich dann, wenn von Anfang an klar gesagt werden kann, dass die auftretenden Symptome auf eine Infektion mit Chlamydien passen. Bei den sexuell übertragbaren Chlamydia trachomatis ist es dabei vor allem der Bereich der Genitalien, der in dieser Hinsicht direkt betroffen sein kann.

Zu den gängigsten Symptomen zählen unter anderem:

  • Juckreiz
  • Ausfluss im Genitalbereich
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • zusätzliche irreguläre Blutungen bei Frauen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Bereits an dieser Auswahl ist natürlich sehr auffällig, dass sie im Grunde genommen auf viele sexuell übertragbare Krankheiten bezogen absolut passend scheint.

Dies macht es also im Grunde nicht einfacher, hier direkt die richtigen Schlüsse aus der Situation zu ziehen. Immerhin können die Anzeichen aber ganz klar darauf verweisen, dass es an der Stelle besser wäre, sich direkt an einen Arzt zu wenden.

Gleichzeitig sind dies aber nur die Symptome, die im direkten Bezug auf den Genitalbereich vorkommen. Auf der anderen Seite werden sie noch von zahlreichen Begleiterscheinungen unterstützt, die ebenfalls mit ins Auge gefasst werden sollten. Häufig sind dabei auch die Atemwege betroffen, wofür es im Grunde genommen nur zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Erklärung gibt.

Tröpfchen- und Schmierinfektion

Zum einen kann es sich um eine fortgeschrittene Infektion mit dem sexuell übertragbaren Chlamydia trachomatis handeln, die sich bereits weiter im Körper verbreiten konnten. Häufig handelt es sich aber auch um einen verwandten Stamm von Bakterien, die sogenannten Chlamydia pneumoniae. Diese können ganz normal über eine Tröpfcheninfektion in unseren Körper gelangen, wenn wir uns ganz normal in der Öffentlichkeit bewegen.

Da sie somit direkt über die Schleimhäute aufgenommen werden, führt dies dazu, dass sich die Entzündungen dann auch vorrangig in genau diesem Bereich bilden.

Personen, die sich mit einer Art der Chlamydien infiziert haben, leiden sehr häufig unter derartigen Symptomen oder Begleiterscheinungen:

  • Lungenentzündung
  • Entzündung der Augen
  • Entzündungen der Blase
  • Geschwüre im Genitalbereich
  • Gliederschmerzen und Fieber

Alles in allem liegt es in der Praxis oft auch an den nicht ganz eindeutig zuzuordnenden Symptomen, dass zwingend ein Test im Labor erforderlich ist. Dies bedeutet, dass direkt mit einem Abstrich oder einem Bluttest untersucht wird, ob die entsprechenden Stämme im Körper vorhanden sind. Dabei ist es zweifelsfrei möglich, direkt einen Beweis zu erhalten, ob sich die Erreger bereits im Körper befinden, sodass direkt mit der entsprechenden Behandlung während der akuten Phase begonnen werden kann.

Der Nachweis von Chlamydien im Urin

Auf der anderen Seite ist es auch möglich, Chlamydien direkt im Urin nachweisen zu können. Dies hat zur Folge, dass viele Tests angeboten werden, die den Beweis für Chlamydien direkt über den Urin erbringen. Dabei gibt es sowohl die Chance, einen Selbsttest durchzuführen, als auch der Test in professioneller Regie des Arztes. Der Urintest bietet dabei vor allem die Möglichkeit, dass sich die Infektion bereits nach kurzer Zeit feststellen lässt. Des Weiteren ist es nicht möglich, eine Infektion mit Chlamydien über den Stuhl einer infizierten Person nachzuweisen.

Am Ende ist es sehr wichtig, hier direkt verschiedene Symptome ins Auge zu fassen. Denn es ist nicht besonders einfach, hier direkt eine klare Verbindung zu einer Infektion mit Chlamydien zu ziehen.

Sollte es also in dieser Hinsicht zu Unklarheiten kommen, was in der Regel gar nicht unwahrscheinlich ist, so sollte man dennoch darauf achten, sich direkt an einen Arzt zu wenden. In diesem Fall besteht in der Regel kein Grund zur Panik, da eine Behandlung der Chlamydien heute gar kein Problem ist, wenn man die Infektion nur früh genug erkennen und dann identifizieren kann.

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