Chlamydien – Welches Antibiotika

doxycyclin

Sie leiden unter Chlamydien und fragen sich welches Antibiotika wirkt? Wir möchten Ihnen mit diesen Artikel beantworten welches Antibiotika Sie bei Chlamydien einsetzten können und welches am häufigsten verschrieben wird.

Chlamydien Welches AntibiotikaChlamydien ist der umgangssprachliche Ausdruck für Bakterien der Familie Chlamydiacea. Unter ihnen ist Chlamydia trachomatis Hauptverursacher der gleichnamigen Geschlechtskrankheit. Das besondere an diesen kleinen, gramnegativen Bakterien ist ihr parasitäres Verhalten. Ohne eine gesunde Zelle zu befallen, sprich außerhalb der Zelle, ist ihnen eine Vermehrung nicht möglich. Daher sind viele Antibiotika, die gegen eine Reihe anderer Bakterien effektiv sind, bei diesen Keimen überhaupt nicht wirksam. Als Beispiel sei hier das Penicillin genannt.

Chlamydien – Welches Antibiotika kann helfen?

Gut wirksam sind hingegen Antibiotika aus der Klasse der Tetracycline, wie Doxycyclin oder Makrolidantibiotika wie das Azithromycin.

Wie die Behandlung mit den einzelnen Antibiotika aussieht, mit was für Nebenwirkungen zu rechnen sind und was weiter beachten werden sollte, erfahren Sie im Folgenden.

Makrolidantibiotika

Unter den Makrolidantibiotika sind Erythromycin, Chlarythromycin und Azithromycin für die Behandlung von Chlamydien zugelassen. Alle drei Substanzen sind gut bis sehr gut wirksam unterscheiden sich aber vor allem in ihrer Anwendung und möglichen Interaktionen. Erythromycin muss viermal am Tag mit einer Dosis von 500 mg eingenommen werden, wobei die Nahrung die Aufnahme diese Medikamentes stark beeinflusst. Auch verändert Erythromycin die Wirksamkeit anderer Arzneimittel und zählt daher nicht zur ersten Wahl bei einer Infektion mit Chlamydien.

Bei Chlarythromycin werden lediglich 250 – 500 mg zweimal täglich eingenommen, wobei der Einfluss von Lebensmitteln unbedeutend ist. Allerdings ist auch Chlarythromycin nicht mit allen anderen Medikamenten verträglich.

Erste Wahl aus dieser Klasse der Antibiotika ist daher das Azithromycin, dass bei der durch Chlamydien hervorgerufenen unspezifischen Urethritis auch in der Gabe von einmalig 1g wirksam ist, keine Interaktionen aufweist und von der Nahrung unabhängig eingenommen werden kann. Allerdings ist die Wirksamkeit gegen Chlamydien etwas schwächer als die der anderen beiden Substanzen dieser Gruppe.

Verträglichkeit

Im Allgemeinen sind diese drei Produkte gut verträglich. Störungen des Gastrointestinaltraktes, Kopfschmerzen und Schwindel sowie einem reversiblen Ikterus können jedoch vorkommen. Da die Darmflora durch diese Antibiotika ebenfalls angegriffen wird, sind Durchfälle und Meteorismus nach der Einnahme möglich. Probiotika oder probiotische Lebensmittel können hier helfen. Sollten die Beschwerden von Fieber und Blut begleitet sein, muss ein Arzt konsultiert werden.

Tetrazykline

Unter den Tetracyclinen wird nur Doxycyclin für diese Infektion in Betracht gezogen. Dabei kommen in der Regel zweimal täglich 100 mg zur Anwendung. Die Einname sollte über mindestens einer Woche erfolgen. Bei Rezidiven wir der Behandlungszeitraum auf 14 Tage erweitert.

Doxycyclin wird durch die gleichzeitige Einnahme von mehrwertigen Kationen wie Kalzium-, Magnesium-, Aluminium-, Zink- und Eisenionen gebunden und unresorbiert ausgeschieden. Ein Abstand zu Mineralstoffpräparaten oder Antazida ist daher einzuhalten.

Verträglichkeit

Doxycyclin kann eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen aufweisen – welche eintreten können, aber nicht müssen. Die häufigsten sind Beschwerden des Darmes. Durch die Reizung der Darmwand und Störung der Darmflora kommen Erbrechen, Übelkeit und Durchfälle regelmäßig vor. Auch hier gilt: Bei Blut im Stuhl oder Fieber ist dringend ein Arzt zu konsultieren. Wie bei den Makrolidantibiotika kann die Darmflora durch die Einnahmen von Probiotika oder vergleichbaren Lebensmitteln wie Joghurt wieder aufgebaut werden. Zu beachten ist, dass der Kalziumgehalt in Milchprodukten die Aufnahme des Doxycyclin beeinträchtigt und ein genügend großer Abstand eingehalten werden muss.

Tetracycline sind phototoxische Medikamente. An belichteter Haut können Dermatosen und Erythemen entstehen, weshalb Sonnenbad und Solarium während der Einnahme dieser Antibiotika gemieden werden sollten.

Für Schwangere und Kinder unter neun Jahren ist die Anwendung von Tetrazyklinen untersagt, da Schäden am Zahn- und Knochenwuchs auftreten können.

Gefahr Reinfektion!

Bei jeder Infektion sollten die Sexualpartner der letzten 60 Tage untersucht werden, um Reinfektionen zu verhindern. Welches Antibiotika hier zu empfehlen sind, ist eine individuelle Entscheidung, die eine medizinischen Beratung voraussetzt.

Anti-Baby-Pille

Von Beginn bis vier Wochen nach der Infektion und Behandlung mit Antibiotika ist es ratsam zusätzlich zur Anti-Baby-Pille mit Kondom zu verhüten. Das schützt nicht nur vor einer (Re)Infektion, auch kann die Wirksamkeit der Pille durch die Einnahme der Antibiotika heruntergesetzt sein.

Antibiotika nur bei sicherer Diagnose

Antibiotika sind die wichtigste Errungenschaft der modernen Medizin. Ihre Wirksamkeit lässt jedoch durch eine übermäßige, unangebrachte und falsche Anwendung mehr und mehr nach. Jedes Jahr sterben schätzungsweise 6000 Menschen an den Folgen der Resistenzentwicklungen, sprich durch eine vermeidbare Ursache. Der Einsatz von Antibiotika gehört in die Hand eines Spezialisten und ihre Anwendung sollte nur erfolgen, wenn die Erkrankung eindeutig diagnostiziert wurde. Nicht nur um unnötige Todesfälle zu vermeiden, sondern auch da viele Antibiotika neben den pathogenen Keimen ebenso die gesunden Bakterien zerstören. Ohne dieses wichtige Schutzschild erhöht sich das Risiko auf zahlreiche, neue Infektionen. Als Beispiel seine hier Durchfällen, Vaginalmykosen, Karies, Akne, Übergewicht, Erkältungen, Rheuma und Hautausschlägen genannt.

Wer sich der Diagnose sicher ist, da es sich um eine Reinfektion mit Erstberatung beim Mediziner handelt, kann den Service einer online Konsultation in Anspruch nehmen. Wie er zum Beispiel unter der Webadresse https://www.drmaxi.com/de/chlamydien.html zu finden ist.

Welches Antibiotika bei einer Infektion mit Chlamydien geeignet ist, kann letztendlich nur der Arzt entscheiden. Dieser Artikel dient lediglich zur Aufklärung.

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