Schutz vor einer Bakteriellen Vaginose

Gerade die Bakterielle Vaginose ist eine Geschlechtskrankheit, die auch in Deutschland weit verbreitet ist. Gerade aufgrund der Tatsache, dass in etwa jede fünfte Frau im Laufe ihres Lebens einmal mit den Erregern in Kontakt kommt, stellt sich natürlich die Frage, wie es denn gelingen kann, der Bakteriellen Vaginose aktiv vorzubeugen. Schnell kommt man dabei auf verschiedene Möglichkeiten, die sich im Rahmen der Prävention bieten.

Grundsätzlich sei dabei aber gesagt, dass es keine absolut sichere Methode gibt, um einer Ansteckung von Beginn an gezielt entgehen zu können. Gerade deshalb ist es bei einem etwaigen Auftreten der Erkrankung so wichtig, so schnell wie nur möglich zu den Gegenmaßnahmen überzugehen. Zum einen können diese darin bestehen, dass die Erreger erst gar nicht übertragen werden können. Auf der anderen Seite ist es vor allen Dingen der PH-Wert in der Scheide, der für das Risiko verantwortlich ist, dass sich die Erreger vermehren können. Es gilt also, hier für durchaus ausgeglichene Bedingungen zu sorgen.

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Die Übertragung der Erreger einer Bakteriellen Vaginose verhindern

Es beginnt bereits mit der wichtigen Frage, wie die für die Vaginose verantwortlichen Erreger übertragen werden. Dies geschieht vor allen Dingen durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr, also den direkten Kontakt von infizierten Schleimhäuten. Außerhalb des Körpers haben die verschiedenen Bakterien, die als Erreger in Frage kommen, dagegen kaum eine Möglichkeit, zu überleben. Aus diesem Grund ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Ansteckung auf einem anderen Wege möglich ist. Natürlich gibt es in Bezug auf den Geschlechtsverkehr die Möglichkeit, das Risiko durch die Verwendung von einem Kondom sehr deutlich zu senken. Dadurch kommt es schließlich nicht zu einem Kontakt zwischen den Schleimhäuten. Dennoch sind die Experten ganz klar der Meinung, dass es auch auf diesem Wege nicht möglich ist, das Risiko einer Ansteckung ganz zu minimieren.

Besondere Risikogruppen der Bakteriellen Vaginose

Aktuelle Studien konnten zudem belegen, dass es verschiedene Gruppen in der Bevölkerung gibt, bei denen das Risiko einer Ansteckung besonders hoch ist. Dies trifft vor allen Dingen auf die sexuell aktivste Bevölkerungsgruppe zwischen 18 und 25 Jahren zu. Denn vor allem zur Zahl der eigenen Sexualpartner steht bei der Wahrscheinlichkeit der Ansteckung eine klare Korrelation. In einer festen Partnerschaft ist die Wahrscheinlichkeit, in Kontakt mit einer Bakteriellen Vaginose zu kommen, dagegen eher gering. Sollten dennoch die so typischen Symptome auftreten, so ist es sehr wahrscheinlich, dass andere Dinge der Auslöser dafür waren. So gibt es zum Beispiel auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko, dass zu scharfe Pflegeprodukte für den Intimbereich dazu führen, dass die Scheidenflora in entsprechendem Maße aus ihrem Gleichgewicht gebracht werden kann.

Die richtige Intimhygiene

So hilfreich Hygiene also bei der Vermeidung vieler Krankheiten sein kann, in Bezug auf die Bakterielle Vaginose handelt es sich nicht ausschließlich um einen Vorteil. Dies liegt insbesondere eben an der Tatsache, dass die dabei eingesetzten Produkte selbst einen großen Einfluss auf die Scheidenflora haben. Vor allem von Scheidenspülungen und anderen Anwendungen sollte aus diesem Grund besser abgesehen werden. Dies liegt daran, dass durch diesen Prozess der natürlich saure PH-Wert aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, weshalb sich dann eine Bakterielle Vaginose sogar noch leichter einstellt. Für die Hygiene im Intimbereich ist es deshalb von Bedeutung, dass sie vordergründig mit reinem Wasser durchgeführt wird.

Auf der anderen Seite bietet sich aber auch die Möglichkeit, dafür spezielle Waschmittel zu nutzen. Diese können durch den Vorteil überzeugen, dass sie an den natürlichen PH-Wert der Vagina angepasst wurden. Damit wird die Gefahr, das Risiko einer Bakteriellen Vaginose zu erhöhen, noch einmal sehr deutlich verringert.

Der richtige PH-Wert

Der passende PH-Wert innerhalb der Scheide bietet also einen guten Schutz vor dem Auftreten einer Bakteriellen Vaginose. Dabei kann es also sehr hilfreich sein, darüber den Überblick zu behalten. In der Praxis befinden sich auf dem Markt unterschiedliche Tests, mit denen es innerhalb von wenigen Augenblicken möglich ist, den entsprechenden Wert exakt zu ermitteln. Idealerweise liegt dieser Wert in einem Bereich zwischen 3,8 und 4,5. Während einer Schwangerschaft ist es durchaus möglich, dass gewisse Veränderungen auftreten. Sollte der PH-Wert der Scheide dabei allerdings zu sehr in den basischen Bereich neigen, so ist es wichtig, dagegen Abhilfe zu schaffen. Spezielle Kuren mit Milchsäure, die auch von Seiten des Frauenarztes aus verschrieben werden können, sorgen für eine Korrektur des PH-Werts, was dann durchaus wieder zu einem gesunden Milieu führen kann.

Dabei werden die Kosten zum Teil sogar von manchen Krankenkassen in vollem Umfang übernommen. Durch den sauren PH-Wert kann natürlich das Eindringen der Erreger nicht ganz verhindert werden. Doch diese haben im Grunde genommen keine Möglichkeit mehr, um sich im Körper vermehren zu können, weshalb die Bakterielle Vaginose von Anfang an gezielt verhindert wird.

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