Ursachen einer Bakteriellen Vaginose

Gerade in Bezug auf die Bakterielle Vaginose gibt es sehr häufig gewisse Unklarheiten, was die eigentliche Ursache der Geschlechtskrankheit angeht. Vor allem aus diesem Grund kann es sehr aufschlussreich sein, sich genau diesem so wichtigen Thema zu widmen. In der Folge kann sich auch zeigen, welche Möglichkeiten sich bei der Bakteriellen Vaginose zum Beispiel bezüglich der Vorbeugung ergeben.

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Schwierigkeiten der Bestimmung

Grundsätzlich gehen die wichtigen Symptome alle darauf zurück, dass die Flora der Vagina aus dem Gleichgewicht gebracht worden ist. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass bestimmte Erreger übertragen wurden. Da es dabei aber ein so breites Spektrum an möglichen potenziellen Auslösern für die Krankheit gibt, macht es dies nicht unbedingt einfacher, die richtige Einschätzung bereits im Vorfeld treffen zu können. Anhand der eigenen Diagnose ist es deshalb bei der Bakteriellen Vaginose erst gar nicht möglich, sie einem bestimmten Erreger zuzuordnen. Einzig die professionelle Untersuchung bei einem Arzt kann dazu beitragen, dass sich bei dieser Frage die möglichen Lösungen zeigen.

Die verschiedenen Erreger

Zuerst einmal ist es wichtig, sich einen Überblick über die verschiedenen Erreger zu verschaffen. In fast allen Fällen handelt es sich hierbei um Bakterien, die also nicht unbedingt eine Wirtszelle befallen müssen, um sich in der Folge fortpflanzen zu können. Besonders die Chlamydien, die noch für die gleichnamige Geschlechtskrankheit verantwortlich sein können, ziehen dabei häufig eine Bakterielle Vaginose nach sich. Sie werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person übertragen, wobei während der akuten Phase eine erfolgreiche Behandlung mit einem speziellen Antibiotikum möglich ist.

Auf der anderen Seite gibt es noch die Mykoplasmen, die neben der Bakteriellen Vaginose selbst auch für andere Geschlechtskrankheiten verantwortlich sind. Gerade bei diesen Arten ist besondere Vorsicht geboten. Ein Arzt wird in der Regel sofort einen Test durchführen, der Hinweise auf andere mögliche Geschlechtskrankheiten liefern soll. Denn dann könnte die Bakterielle Vaginose selbst nur eines von unterschiedlichen Symptomen sein, die mit der etwaigen Infektion einhergehen.

Es gibt aber noch viele weitere Stämme der Bakterien, die als Auslöser dienen können. Diese sind für den Körper selbst oft deutlich weniger gefährlich, da sie nicht zu der Ausbildung von weiteren Krankheiten oder Symptomen führen. Diese harmlosere Form der Bakteriellen Vaginose muss natürlich trotzdem behandelt werden, was sich allein schon mit den so unangenehmen Symptomen begründen lässt. Auch bei diesen Erregern hilft bereits ein Antibiotikum, um innerhalb von wenigen Tagen die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.

Der Einfluss auf den PH-Wert

Um zu verstehen, wie genau es zum Ausfluss und dem fischigen Geruch kommt, ist ein Blick auf die Scheidenflora notwendig. Hier handelt es sich um eine riesige Ansammlung von unterschiedlichen nützlichen Bakterien, die eine bestimmte Zusammensetzung besitzen. Sehr dominant sind dabei vor allen Dingen die Milchsäurebakterien, wie sie zum Beispiel auch im Darm zu finden sind. Sie sorgen dafür, dass in der Vagina zu jeder Zeit ein leicht saures Milieu vorherrscht.

Dies ist vor allem deshalb notwendig, weil gefährliche Erreger von Krankheiten nur schwer überleben können, sodass das Immunsystem geschützt werden kann. Dies ist ein sehr wichtiger Schutzmechanismus, der in schwächerer Form zum Beispiel auch an der normalen Oberfläche der Haut beobachtet werden kann.

Bei der Bakteriellen Vaginose ist es nun so, dass das Gleichgewicht der Scheidenflora durch einen externen Erreger aus dem Gleichgewicht gebracht worden ist. In fast jedem Fall wird dieser über den ungeschützten Geschlechtsverkehr, also den direkten Schleimhautkontakt übertragen. Nun kippt der PH-Wert, was das übermäßige Wachstum von ganz unterschiedlichen Bakterien anregt. In der Folge entsteht durch die Ausscheidungen der Bakterien der so typische Geruch, den die Betroffenen als so unangenehm wahrnehmen. Die Behandlung ist in der Folge eine sehr gute Möglichkeit, um dagegen Abhilfe zu schaffen. Denn durch die Verabreichung von Antibiotika gelingt es, die Bakterien selbst wieder zurückzudrängen. Nach einigen Tagen bildet sich die Flora dann meist in derselben Form nach, wie dies vor der Erkrankung der Fall gewesen ist.

Fazit

Aus der heutigen Sicht kann man sagen, dass die Bakterielle Vaginose zwar eine sehr weit verbreitete, aber nicht besonders gefährliche Geschlechtskrankheit ist. Unter anderem liegt dies eben an der Tatsache, dass sie keine schlimmeren Folgen nach sich ziehen muss. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass eine rasche Behandlung in die Wege geleitet wird. Es ist schließlich zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen, dass der Erkrankung nicht doch gefährlichere Formen der Bakterien, wie zum Beispiel Chlamydien oder Mykoplasmen zugrunde liegen.

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