Symptome einer Bakteriellen Vaginose

Bei der Bakteriellen Vaginose zeigt sich, dass alle entstehenden Probleme im Grunde genommen einzig auf eine ungünstige Veränderung des PH-Werts in der Vagina zurückzuführen sind. Dafür ist wiederum eine Beeinflussung der Scheidenflora verantwortlich, die ansonsten stets im sensiblen Gleichgewicht gehalten wird. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie die Krankheit selbst durch ihre Symptome frühzeitig erkannt werden kann. Dies ist schließlich der Weg, auf dem es am besten möglich ist, mit der entsprechenden Form von einer Behandlung auf die Erreger zu reagieren.

Nicht bei jeder Frau ist es tatsächlich so, dass es nach der Infizierung mit einem Erreger direkt zur Ausbildung der Symptome kommt. Stattdessen kann man bei in etwa zwanzig Prozent der Fälle davon ausgehen, dass sich die Erkrankung nicht weiter auf den Körper auswirkt. Sehr häufig klingen die Symptome dann automatisch nach und nach wieder ab, sodass es zu einem Rückgang der Zahl der Erreger kommt. Diese dominante latente Phase ist nach der Meinung von Experten gleichzeitig auch mit dafür verantwortlich, dass sich die Bakterielle Vaginose auch in unserer Region so weit verbreiten konnte.

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Die wichtigsten Symptome

Beim Blick auf die Symptome wird deutlich, dass diese nicht bei jeder Form der Bakteriellen Vaginose gleich stark ausgeprägt sind. Dies hängt auch mit vielen individuellen Faktoren zusammen, die von Frau zu Frau unterschiedlich sind. Sehr häufig geht es dabei auch um die Art der Erreger, die sich für die Veränderung im PH-Wert der Scheidenflora verantwortlich zeigt. Es ist also alles andere als einfach, in diesem Rahmen zu einem wirklich aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. In den meisten Fällen sind es diese zwei Symptome, die im ersten Stadium der Erkrankung besonders deutlich zu erkennen sind:

  • charakteristischer Ausfluss aus der Vagina
  • strenger, fischiger Geruch

Sollte es ausschließlich um diese Symptome gehen, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die Bakterielle Vaginose handelt. Für diesen Fall ist es sehr zu empfehlen, sich direkt an einen Arzt zu wenden, der mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen reagieren kann. Obwohl es im Rahmen der Symptomatik eigentlich nur selten zu Schmerzen kommt, ist die Geschlechtskrankheit nicht weniger ansteckend oder gefährlich. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, hier nicht zu lange zu zögern. Selbst wenn vor der Behandlung ein gewisses Schamgefühl vorherrschen sollte, gilt es, dieses zu überwinden.

Der unregelmäßige Krankheitsverlauf

Auf der anderen Seite ist es eben auch möglich, dass eine Frau sehr sensibel auf die Veränderungen beim PH-Wert der Scheidenflora reagiert. Dies hat dann zur Folge, dass die Symptome der Krankheit selbst noch deutlicher auftreten, und unter Umständen sogar noch von Begleiterscheinungen ergänzt werden. In der Regel handelt es sich hierbei um ein starkes Jucken, welches im Bereich der Genitalien zu spüren ist. Des Weiteren ist es möglich, dass es zu starken Rötungen in diesem Bereich kommt, die in manchen Fällen sogar von einer leichten Schwellung begleitet werden. Wenige Frauen berichten zudem davon, dass es im Rahmen der Bakteriellen Vaginose bei ihnen sogar zu Schmerzen beim Wasserlassen gekommen ist.

Wie deutlich die Symptome schließlich ausgeprägt sind, hängt unter anderem eben ganz stark davon ab, welche Erreger am Ende für die Erkrankung zur Verantwortung gezogen werden können. Genauere Auskünfte und Diagnosen darüber können aber nur bei einem geschulten Mediziner über einen speziellen Test eingeholt werden. Das Auftreten von einem asymptomatischen Krankheitsbild kann auch ein Indikator dafür sein, dass das Ungleichgewicht der Scheidenflora nicht durch bakterielle Erreger, sondern vielleicht durch die Verwendung spezieller Pflegeprodukte hervorgerufen wurde.

Die Sonderfälle Chlaymdien und Mykoplasmen

Unter all den Erregern, die für die Bakterielle Vaginose verantwortlich sein können, sind es vor allen Dingen die Chlamydien und Mykoplasmen, die dabei von besonderer Bedeutung sind. Dies liegt daran, dass sie eben zugleich sogar für eigenständige Geschlechtskrankheiten sorgen können, die sogar schlimme langfristige Folgen haben können, sofern sie nicht adäquat behandelt werden können. Sollte es zum Beispiel zu gewissen Entzündungen im Bereich der Genitalien, oder aber zu einem eitrigen oder gelblichen Ausfluss kommen, so ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass zudem eine Ansteckung mit Chlamydien vorliegt. Schwer davon zu unterscheiden sind die Symptome einer Bakteriellen Vaginose, die im Rahmen einer Infektion mit einem genitalen Mykoplasma entstanden ist.

Aus all diesen Gründen ist es also von großer Bedeutung, ganz genau auf die Signale des Körpers zu hören, sodass diese richtig eingeordnet werden können. Die Behandlung sollte hier noch während der akuten Phase eingeleitet werden, da dann die größtmöglichen Aussichten auf eine langfristige Heilung bestehen, wodurch die langfristigen Folgen aktiv verhindert werden.

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